Update: AVM kann inzwischen die Sicherheitslücke in den Fritzbox-Modellen nachvollziehen und will nach nach Updates anbieten. Einige Updates wurden bereits veröffentlicht - wie ihr euren Router mit dem neuen Update aktualisiert, erfahrt ihr über den angegebenen Link.

AVM arbeitet auch mit den Kabelanbietern zusammen, um schnellstmöglich ein Aktualisierung bereitzustellen. Betroffen sind offenbar alle Fritzbox-Modelle mit Möglichkeit des Fernzugriffs.

Ursprüngliche Meldung: Wie Spiegel Online berichtet, missbrauchen Unbekannte momentan in Deutschland Fritzbox-Router von AVM, um für hohe Telefonrechnungen bei den Nutzern zu sorgen. Alle paar Minuten sollen Telefonate ins Ausland gehen, wie etwa zu den Falkland-Inseln oder Katar.

Aktuelles - Unbekannte missbrauchen Fritzbox-Router und sorgen für üppige Telefonrechnungen *Update*

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Beachtet die Sicherheitshinweise auf der unten verlinkten AVM-Webseite.
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Hierbei greift man den Fall eines Mannes auf, auf dessen Router zwei virtuelle IP-Telefone installiert wurden. Wie das nun genau passieren konnte, darüber wird doch gerätselt. Schadsoftware fand er nicht auf seinem PC vor und auch von dem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) öffentlich gemachten Identitäts-Diebstahl ist er nicht betroffen.

Selbst AVM ist ratlos und findet keine Sicherheitslücke. Auf der offiziellen Webseite veröffentlichte man bereits einen Sicherheitshinweis und zeigt auf, wie man sich vielleicht schützen könnte.

"In den letzten Tagen kam es in mehreren Fällen zu Telefonmissbrauch in Verbindung mit der FRITZ!Box. Dabei wurde vermutlich von außen auf den Router zugegriffen und kostenpflichtige Telefon-Mehrwertdienste angerufen. Nach bisherigem Stand lagen den Tätern zum Zeitpunkt des Angriffs die Zugangsdaten zur FRITZ!Box bereits vor. Wie die Täter an die Zugangsdaten kamen, wird aktuell untersucht. AVM arbeitet in enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden an der Aufklärung der Fälle", heißt es.

Denn um auf den Router von außerhalb zugreifen zu können, benötigt man die E-Mail-Adresse bzw. den Fritzbox-Benutzername, die IP-Adresse des Routers sowie die Kennwörter für Fernzugang und Fritzbox-Oberfläche.

Im Internet finden sich bereits mehrere Betroffene, wobei diese unterschiedliche Provider haben. Es ist also nicht auf einen bestimmten Anbieter zurückzuführen. Bereits in der vergangenen Woche berichtete Der Westen über einen ähnlichen Fall, bei dem innerhalb einer halben Stunde eine Telefonrechnung von 4200 Euro entstand. Der Provider Unitymedia will die Kosten übernehmen. Andere Anbieter sollen sich offenbar weniger kulant verhalten.