Als 17-Jähriger veröffentlichte Carlos Ramirez 2008 eine Zeichnung seines sogenannten Trollface auf 4Chan. Ein Bild, das mit MS Paint gezeichnet wurde und den typischen "Internettroll" darstellen sollte. Seitdem ist es aus der Netzwelt nicht mehr wegzudenken, an vielen Ecken im Internet stößt man auf das bekannte Meme.

Aktuelles - Trollface-Schöpfer verdiente mit dem Meme bereits über 100.000 Dollar

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Das Trollface von Carlos Ramirez.
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Sprichwörtlich über Nacht wurde das Trollface zum Star: "Ich bin danach einfach ins Bett gegangen. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, sah ich, dass das Bild in einer Reihe anderer Diskussionen verwendet wurde."

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Bild – das nicht gerade Ramirez' beste Zeichenarbeit darstellt, wie er zugibt – zu einem Dauerrenner. Auch heute noch wird reichlich Gebrauch von dem Trollface gemacht.

Bis heute kann sich Ramirez die Popularität nicht erklären. Es habe einen hohen Wiedererkennungswert und könne in vielen Variationen gezeigt werden.

Ganz gut damit verdienen konnte er auch. Erst zwei Jahre nach der Veröffentlichung erzählte er seinen Eltern davon, wodurch er darauf gebracht wurde, sich offiziell als Urheber einschreiben zu lassen. Somit konnte er auch Lizenzen für die Nutzung ausstellen lassen, was ihn bis heute mehr als 100.000 US-Dollar eingebracht hat. Auch vor Gericht ging er, wenn es darum ging, dass Leute ohne seine Genehmigung Geld mit dem Trollface verdienten.

"Wenn jemand dadurch keine große Summe verdient, denke ich mir, das ist keine große Sache. Wenn aber ein Videospiel auf einer großen Plattform rauskommt, in dem mein Bild auftaucht, dann kann ich das kaum ignorieren", sagt er dazu.

Tatsächlich gab es da das Spiel Meme Run für die Wii U, das für 4,99 US-Dollar angeboten wurde und aus dem Verkauf genommen werden musste, da der Entwickler keine Genehmigung für die Verwendung des Meme hatte: "Hätten sie mich gefragt, hätten wir eine Einigung erzielt."