Microsofts Trumpf im Duell der Next-Gen-Konsolen ist Cloud-Computing. Sony reagiere laut Shuhei Yoshida nur deswegen zögerlich, weil man einfach nicht verstehe, was Microsoft mit der Cloud bezweckt.

Aktuelles - Shuhei Yoshida: Ich verstehe nicht, was Microsoft mit ihrer Cloud meint

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Titanfall wirbt ebenfalls mit der Cloud
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Zwei Exklusivtitel der Xbox One ziehen ihre Leistung laut den Aussagen ihrer Entwickler aus der Cloud, die Microsofts Xbox One ermöglicht.

Turn 10s Creative Director Dan Greenawalt teilte mit, dass Forza Motorsport 5 seine Next-Gen-Eigenschaften in Form von Full-HD-Auflösung und 60 FPS nur dank der Cloud halten könne, während Respawn Entertainments Vince Zampella wissen ließ, dass man die KI der gegnerischen und befreundeten Charaktere aus Titanfall auf die Cloud auslagere.

Auch Microsofts Corporate Vice President Phil Harrison sieht in der Cloud eine Möglichkeit, die Grafik der Spiele auf der Xbox One zu verbessern. "Es dreht sich alles um Cloud-Processing und KI. Hierhin kann einiges an Rechenaufwand der Spiele ausgelagert werden, um von den dedizierten CPUs der Cloud berechnet zu werden, um euer Spiele-Erlebnis noch besser zu gestalten. Mit besserer Grafik, besseren Lichteffekten und besserer Physik. Das ist ein Beispiel, bei dem wir glauben, dass die Cloud die nächste Generation der Spiele-Entwicklung auf neue und kreative Weise vorantreiben wird, und wodurch das Erlebnis noch besser wird", so Harrison.

Microsoft bewirbt die Cloud also entscheidendes Mittel im Duell der beiden Next-Gen-Konsolen. Sony hat sich dazu bislang nur nicht geäußert, weil man verstehe, was Microsoft damit meint.

"Wir sind uns darüber im Klaren, was Cloud-Gaming bedeutet [Sony hat schließlich Gaikai aufgekauft] und dass es bedeutet, Spiele auf einem Server laufen zu lassen und das Videosignal dann auf ein entferntes Gerät zu übertragen. Die Art, wie sie Cloud-Computing verwenden, scheint sich aber völlig zu unterscheiden und ich verstehe absolut nicht, was sie damit meinen. Daher können wir auch nicht auf ihre Aussagen reagieren, weil wir einfach nicht verstehen, worum es geht", so Yoshida. "Die Erklärung, die ich fand, war wiederum bei Digital Foundry. Sie gingen alle Aufgaben durch, die ein Spiel zu durchlaufen hat und überprüften bei jeder Aufgabe, ob sie tatsächlich auf einem Server durchgeführt werden kann oder auf einem Client besser aufgehoben wäre. Und die meisten Aufgaben, die ein Spiel zu bewältigen hat, kann aufgrund der hohen Latenz und der Bandbreite nicht auf einen externen Server ausgelagert werden. Es gibt einfach soviele Daten, die zwischen der CPU und dem Arbeitsspeicher und der GPU hin- und hergeschickt werden müssen...[...] Da waren vielleicht vier oder fünf Aufgaben, die tatsächlich auf einen externen Server ausgelagert werden können. Daher war das sehr hilfreich für mich. Nur, nach der Lektüre des Artikels war die Meldung von Microsoft umso verwirrender für mich."