Die neue Liste der Top-500-Supercomputer bringt auch einen neuen Spitzenreiter hervor. Der bereits in der ersten Ausbaustufe auf Platz 17 geführte IBM NNSA "Sequoia" ist mit 16,32 PetaFLOPS der schnellste Supercomputer des Planeten. Der vom National Nuclear Security Administration (NNSA) betriebene Computer lässt den "K" von Fujitsu aus Japan mit 10,51 PetaFLOPS weit hinter sich.

Genutzt wird er zur Simulation großer Explosionen und dem Verhalten verschiedener Materialien unter großem Druck. Vor allem macht er die USA dadurch unabhängiger von Daten früherer Atomtests, die inzwischen seit einigen Jahren verboten sind.

Der "Sequoia" basiert auf IBMs Big-Blue's-Blue-Gene / Q-Architektur, die theoretisch bis zu einer Rechenleistung von 100 PetaFLOPS ausgelegt ist. Die einzelnen Prozessoren arbeiten mit einem Takt von 1,6 GHz und besitzen 16 Rechenkerne. Ein weiterer Rechenkern wird für die Verwaltung und I/O-Operationen genutzt.

Sollte einer der CPU-Kerne ausfallen, kann ein zusätzlich dafür vorgesehener dessen Aufgabe übernehmen, so dass in der CPU insgesamt also 18 Kerne stecken. In den 98.304 Knoten von "Sequoia" kommen somit insgesamt 1,6 Millionen CPU-Kerne zum Einsatz, die auf 96 Racks verteilt sind und über 1,6 Petabyte an Arbeitsspeicher (1 GB pro Kern) verfügen.

Die Gesamtleistungsaufnahme des Systems liegt bei 7,89 Megawatt.
Auf Platz drei der Top-500-Liste findet sich "Mira" aus enArgonne National Laboratory in Illinois mit 8,16 PetaFLOPS. Platz vier belegt der "SuperMUC" des Leibniz Rechenzentrum mit 2,879 PetaFLOPS. In der Top-500-Liste findet ihr auch detaillierte Angaben zu den Systemen und die weiteren Platzierungen.