Am Wochenende machte Samsung in einem Datenschutzhinweis auf seiner Webseite darauf aufmerksam, dass Smart TVs des Unternehmens Sprachdaten übermitteln – neben den Nutzungsgewohnheiten und den Browser-Daten.

Aktuelles - Samsung Smart TVs hören mit - aber nur auf Knopfdruck

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Smart TVs haben jetzt Kurven.(Foto: Samsung)
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Laut Samsung solle man sich bewusst darüber sein, dass persönliche oder andere vertrauliche Informationen, die man durch Sprache kommuniziert, via Spracherkennung aufgezeichnet und an einen Drittanbieter geschickt werden.

Unter dem Punkt "Drittanbieter" warnt Samsung schließlich, nicht dafür verantwortlich zu sein, wie die Drittanbieter die Privatsphäre- und Sicherheitsmaßnahmen umsetzen. Das sorgte natürlich in den vergangenen Tagen für Aufregung

Doch in einem Statement gab Samsung ein wenig Entwarnung: die Smart TVs hören nicht die ganze Zeit mit, sondern man müsse erst durch Knopfdruck eine Suchanfrage starten. Und auch nur dafür sei die Warnung in dem Datenschutzhinweis gedacht. Und wer möchte, kann die Sprachsteuerung auch komplett deaktivieren.

Was die Funktion betrifft, etwa den Kanal und die Lautstärke via Sprachsteuerung ändern zu können, so sollen diese Kommandos nur vom Gerät selbst verarbeitet werden. Auch wenn der jeweilige Smart TV für diese Funktionen ständig mithört und auf ein Schlüsselwort wartet, so würden die Sprachinformationen nicht übertragen werden.

So oder so bleibt es problematisch, dass Samsung aufgezeichnete Sprachdaten an nicht genannte Drittunternehmen weiterleitet. Auch wenn man versichert, die Daten im Maß nach dem Datenschutzrecht innerhalb der EU zu schützen, so erfährt der Nutzer nicht, an wen diese Daten gehen. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Drittanbietern um Unternehmen handelt, die die TV-Programme digital analysieren.

Auch LG sorgte in der Vergangenheit über ähnliches Aufsehen mit den eigenen Smart TVs, die die Sehgewohnheiten der User übermitteln.