Nach langem hin und her, gab Dr. Michael Jaffé, Insolvenzverwalter des deutschen Speicherspezialisten Qimonda, im Rahmen des Gläubigerausschusses in München bekannt, die Produktion zum Ende des Monats einzustellen – zumindest in Dresden. Bislang hatten die Mitarbeiter des Unternehmens Anspruch auf Lohn- und Gehaltszahlungen im Rahmen des Insolvenzgeldes.


Mit Beginn des Verfahrens, am 1. April 2009, müsste Qimonda diese dann wieder selbst tragen. Da es allerdings doch einige Investoren gegeben haben soll, von denen man bis heute keine Zusage erhielt, soll jedoch eine Notbelegschaft am Werk verbleiben, um die Fertigung schnell wieder anlaufen zu lassen. Qimonda spricht deshalb von einem Standby-Modus und zeigt sich sehr optimistisch. Zudem soll die Arbeit an der Buried-Wordline-Technologie, in die man große Hoffnungen setzt, fortgeführt werden.

Während man mit dieser Entscheidung weiter versucht den Schaden begrenzt zu halten, setzt man auch alles daran die Arbeitsplätze zu erhalten. So soll den Mitarbeitern der deutschen Standorte ein Wechsel in eine Transfergesellschaft ermöglicht werden. Die Finanzierung hierzu steht allerdings noch auf unsicheren Beinen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Gespräche sollen aber zeitnah abgeschlossen werden.

Wie es mit dem deutschen Speicherhersteller also weitergehen soll, ist noch offen.