Für die meisten Entwickler scheinen die Konsolen absolute Priorität zu haben. Mobile ist für Casuals und PC ist "raubkopienverseucht" und ja nur für Geeks. Wenn es nach einem Report von Superdata geht, könnte sich das bald schon ändern. Denn laut dem Report sind PC-Spieler wieder stark in der Überzahl, während Konsolen an Attraktivität verloren haben - es drohe gar ein neuer Videospielecrash.

Aktuelles - PC dominiert wieder den Spielemarkt, Superdata warnt vor neuem Videospielecrash

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Werden die Next-Gen-Konsolen das Schicksal der Wii U teilen?
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Superdata Research, Inc. ist ein New Yorker Forschungs- und Beratungsunternehmen, das sich auf Interaktive Unterhaltung spezialisiert hat. Basierend auf einer Umfrage vom März, in deren Rahmen rund 1105 Leute befragt wurden, hat Superdata nun einen neuen Report erstellt, der zwei Aussagen beinhaltet: PC-Gaming ist wieder im Kommen und ebenso ein möglicher Videospielecrash.

2008 spielten rund 42 Prozent aller Befragten noch auf einer Konsole, gefolgt von 37 Prozent, die den PC bevorzugten. Lediglich 5 Prozent aller Befragten gaben an, auf ihrem Smartphone zu spielen. Diese Zahlen haben sich nun, fünf Jahre später, mächtig verändert. Demnach spielen nun 51 Prozent der Befragten auf dem PC, während der Prozentsatz an Konsolenspielern auf 30 Prozent gesunken ist. Richtig aufholen konnte dagegen der Anteil an jenen, die bevorzugt auf Smartphones oder Tablets spielen. Hier liegt der Anteil bei 13 Prozent. Passend hierzu ist auch der Anteil an digitalem Vertrieb von Spielen gestiegen. Steam, Origin, Apple iTunes und Google Play sei dank.

Zwar sei auch die insgesamte Zahl der Spieler gestiegen, Superdata weist aber auch darauf hin, dass diese Spieler auch immer mehr dazu tendieren, auf Geräten zu spielen, die mehr können, als nur Spiele oder Filme laufen zu lassen - eben PCs und mobile Geräte. Mehr in diese Richtung wollte eigentlich auch Microsoft mit dem ursprünglichen Design der Xbox One gehen.

Überhaupt blenden die überaus hohen Vorbestellzahlen der Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One ein wenig aus, dass der Markt mit 79 Prozent an Konsolenbesitzern mit 2,6 Konsolen pro Kopf bereits übersättigt sei.

"Industrie-Veteranen werden sich an den Videospielecrash im Jahre 1983 erinnern, als der Spielemarkt mit Hardware übersättigt wurde. Heute rennt die Industrie geradewegs in eine ähnliche Situation wie damals, da die Konsumenten, auch wegen der hohen Basis an Konsolenbesitzern, vom Kauf einer neuen Hardware für ihre Wohnzimmer absehen werden."

Die Vorbestellzahlen könnten tatsächlich ein wenig darüber hinwegtäuschen, dass Konsolen allgemein gesehen, nicht mehr nur mehr Leistung bieten müssen, um Interesse zu generieren. So kämpft Nintendo seit dem Start der Wii U mit den Absatzzahlen. Natürlich besteht hier eine Mischung aus schlechter, misskalkulierter PR und dem falschen Glauben der Durchschnittsspieler, die Wii U sei nur ein Gamepad für die Wii.

Was denkt ihr? Befindet sich die Spieleindustrie wirklich auf der Abwärtsspirale oder ist das nur mal wieder pessimistisches Marketing-gewäsch at its best?