Im Verlauf der letzten Monate berichteten wir das ein oder andere Mal über Kim Schmitz, Dotcom, Kimble oder wie auch immer man ihn nennen mag, und dessen Pläne, seinen Dienst wieder in Betrieb zu nehmen.
Dabei legte ihm Musikindustrie Steine in den Weg und bewirkte beispielsweise die Sperrung seiner Seite unter der URL www.me.ga. Inzwischen steht der Relaunch kurz vor der Tür und sein Dienst ist im Begriff, nach einem Jahr Abstinenz wieder online zu gehen.
Damit sich auch schnell zahlende Kundschaft auf seiner Seite tummelt, hat Schmitz über die Firma Mediaworks bei mehreren Radiostationen Werbung schalten lassen - insgesamt 500 Stück. Nun hat die Musikindustrie jedoch reagiert und mehrere Plattenfirmen haben bewirkt, dass die über Mediaworks geschaltete Werbung eingestellt wird.
Daher sucht Schmitz nun nach anderen Firmen, die für Mediaworks einspringen sollen. Wie es heißt, würden die Spots "geschäftlichen Gründen" nicht ausgestrahlt werden. Online gehen soll die neue Plattform am 19. Januar 2013.





















Artikel 79 Abs. 3 GG - „Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.“
Das nennt man umgangssprachlich die Ewigkeitsklausel, da Artikel 1 und 20 unangetastet bleiben sollen.
Falls man mit Art. 146GG eine Verfassung anstelle des GG für Deutschland einführen wolle, wie es eigentlich von den Gründervätern nach der Wiedervereinigung gedacht war, könnte man wohl zumindest die Staatsform (Art 20) ändern.
Ok, danke für den Hinweis :D. Zeigt mal wieder das wir ne Verfassung vom Volk brauchen und nicht ein GG, das von einer Besatzungsmacht diktier wurde.
Nein, bereits in Art. 2 gibts die allgemeine Handlungsfreiheit, die prinzipiell durch so ziemlich jedes Gesetz eingeschränkt wird. Kannst du mir glauben, ich hab in frühen Semestern einige Klausuren darüber schreiben müssen.
Um genau zu sein schränken sich diese Grundgesetze bereits selbst ein.
Und man darf NICHT per se alles sagen.
Beispiel: Holocaust leugnen.
Schreibe ich einem Bekannten einen Brief, in dem ich den Holocaust anzweifle, geht das rechtlich in Ordnung. Ich darf allerdings nicht in der Öffentlichkeit mit dieser Meinung auf Stimmenfang gehen und sie wild umherschreien. Das ist nämlich dann Volksverhetzung und würde auch in diesem Fall hier in den Kommentaren zutreffen, da diese nicht privat sind.
indexexpurgatorius.wordpress.com/.../hochstes-deutsches-gericht-erlaubt-holocaustleugnung
Paradox, aber nunmal die Wahrheit. Von daher immer vorsichtig mit Aussagen wie "man darf alles sagen".
Bullshit. Du darfst bei weitem nicht alles sagen, was du möchtest. Abgesehen von der Menschenwürde ist jedes Grundrecht einschränkbar.
Das ist nichts anderes als Meinungsfreiheit. Ich darf sagen was ich möchte. Und das gilt immer noch, wenn meine Aussage aus lauter 0-en und 1-en besteht, die vielleicht irgendwer anders als .mp3 oder was auch immer interpretiert. Sieht die Industrie wohl anders.
Nächstes Mal schreibe ich noch ein "oh wait..." unter meinen Beitrag, damit man so einen Käse nicht für bare Münze nimmt. Aber verständlich, dass selbst so ein übertriebener Ironie-Post nicht immer erkannt wird, weil es wirklich erschreckend ist, was Leute teilweise für abstruse Meinungen vertreten.
Das "Grundrecht" hätte ich mal gerne zitiert. Eine Sache sind öffentliche Inhalte, eine andere sind Inhalte von Privatpersonen/Unternehmen die diese vermarkten. Nur weil der Gesetzgeber bei Privatbeziehern ein Auge zudrückt, heißt es noch lange nicht, dass der Bezug kostenpflichtiger Medieninhalte von Tauschbörsen ein Grundrecht ist.
Viel wahrscheinlicher haben sie den Sendern gedroht, sie würden ihre Musik nicht mehr zur Verfügung stellen. Ein paar Wochen würden für die Musikindustrie vermutlich nicht viel ausmachen. Aber was passiert mit nem Radiosender, der keine Musik mehr sendet?
Mir gehen die penetranten Löschungen und das mittlerweile recht radikale Vorgehen gegen urheberrechtlich geschütztes Material auch tierisch auf die Nerven. Teilweise fühle ich mich in meinem Grundrecht auf kostenlose Medieninhalte so arg beschnitten, dass ich wirklich richtig wütend werde.
Anscheinend macht sich die Musikmafia schon in die Hosen. Ihre peinliche Verzweiflungstat wird ihnen auch nicht mehr helfen.
Mit Hilfe eines ordentlichen Gerichtsverfahrens , einer richterlichen Verfügung oder einfach so wie beim Endkunden auch Drohbriefe mit horrenden Strafzahlungen, Anwaltsgebühren und hauptsächlich 90% Geschrei? Wär schon interessant das zu rauszufinden...