Wedbush-Analyst Michael Pachter hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Und er prohezeit das Ende für Nintendos Hardware-Geschäft. Die Japaner seien zu engstirnig und zu festgefahren, um von der Konkurrenz lernen. Das sei ihr Verhängnis.

Aktuelles - Michael Pachter: Nintendo-Hardware wird vom Markt verschwinden

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Hat Michael Pachter recht oder befindet er sich nur mal wieder auf Feldzug gegen Nintendo?
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Auf der Cloud Gaming Konferenz in San Francisco am vergangenen Donnerstag sprach Wedbush-Analyst Michael Pachter über die derzeitige Marktsituation, und sagte Nintendo eine düstere Zukunft voraus. Mehr noch: Er ist gar der Meinung, dass Hardware von Nintendo in Zukunft gänzlich verschwinden werde.

Das sei auch der derzeitigen Entwicklung geschuldet, an der sogar Nintendo beteiligt war. Viele der Mobile Gamer seien über Casual Games, Social Games auf sozialen Netzwerken und Nintendos Wii auf den Geschmack gekommen. Diese seien nun aufgrund ihrer Spielweise mehr den Free 2 Play Titeln zugetan. Das erkläre nun mal auch den Erfolg von Spielen wie Clash of Clans oder auch Kim Kardashian: Hollywood.

Pachter brachte daraufhin das anschauliche Beispiel von 25 Millionen aktiven Call of Duty Spielern, die 350 Millionen aktiven Clash of Clans Spielern gegenüberstünden. Bei 2,5 Milliarden Internetnutzern ergeben diese Zahlen 1 Prozent Anteil an CoD-Spielern im Internet und 15 Prozent an Clash of Clans Spielern.

Eigentlich müsste sich die Industrie darüber freuen können, dass immer mehr Spieler dazukommen. Doch das Problem sei jenes, dass die neu dazukommenden Spieler daran gewöhnt seien, Free to Play Titel zu spielen. Sie wollen also kostenlose Spiele. "Es gibt kein anderes Unterhaltungsmedium, das kostenlos ist. Und wir werden diesen Fehler solange wiederholen bis wir herausgefunden haben, wie wir die Leute dazu bringen können, zu zahlen."

Dieses Software-Problem schlägt sich über kurz oder lang natürlich auch auf die Hardware-Industrie nieder. Schon der Start der Xbox One in Japan glich mehr einer Trauerfeier. Doch anstatt das Problem anzugehen, komme immer mehr günstige Hardware auf den Markt, die das Abspielen der kostenlosen Spiele auf dem eigenen Fernseher erlauben. Das sorge zusätzlich für Zündstoff bei den traditionellen Konsolen-Herstellern. Zusammen mit dem Übergang zum Streaming-Dienst werde sich das als Problem für die Hersteller entpuppen.

Doch zumindest einer müsse sich darüber im Grunde keine Sorgen mehr machen - Nintendo. "Sie liegen mehr als eine Dekade hinter den anderen zurück, und sie sind so engstirnig, dass sie keinerlei Wunsch verspüren, von den anderen zu lernen", so Pachter über das japanische Traditionshaus. "Die Nintendo-Hardware wird verschwinden. Es gibt einen Platz für ihre Spiele. Es gibt aber keinen Platz für Nintendo-Hardware. Das kümmert niemanden. Sie werden sich vom Hardware-Geschäft trennen müssen."