Nachdem der Megaupload-Gründer Kim Schmitz erst im vergangenen Monat festgenommen wurde, kam dieser überraschend gegen Kaution wieder frei. Der zuständige Richter Nevin Dawson ist der Ansicht, dass keine Fluchtgefahr bestehe.

Die Summe der Kaution ist nicht bekannt, Schmitz durfte aber nur unter strengen Auflagen wieder auf freien Fuß kommen. Er bekam eine elektronische Fußfessel und darf somit einen Radius von 80 Kilometer (von seinem Haus aus gehend) nicht verlassen. Auch darf er weder Internet benutzen noch einen Helikopter besteigen bzw. selbst fliegen.

Kurz nach seiner Freilassung sagte der 38-Jährige: "Ich bin erleichtert, zu meiner schwangeren Frau und meinen drei kleinen Kindern nach Hause zurückkehren zu können."

Das Gericht sah deshalb keine Fluchtgefahr, weil das gesamte Vermögen von ihm beschlagnahmt wurde und er somit nicht über die nötigen Mittel verfüge, um umbemerkt flüchten zu können. Außerdem spreche auch seine familiäre Situation gegen eine Flucht, zumal seine Frau bereits ein weiteres Kind erwarte.

Der Staatsanwalt ist hingegen anderer Meinung und geht sehr wohl von einer Fluchtgefahr aus. Schmitz' Anwalt fordert nun sogar doch einen Internetzugriff für ihn, da dieser relevant sei, um sich mit internationalen Anwälten zu organisieren. Aber auch hier ist der Staatsanwalt dagegen, da Schmitz rückfällig werden könnte.