Nachdem der Megaupload-Gründer Kim Schmitz (Dotcom) gegen Kaution erst kürzlich freikam, meinte er jetzt in einem neuseeländischen Fernsehinterview, dass er kein Krimineller sei. Man habe den Nutzern immerhin nur Speicherplatz und Traffic angeboten.

Dabei erwähnte er, dass man in den sieben Jahren nur einmal verklagt wurde und es nie Probleme mit einem Filmstudio oder sonstigen Unternehmen in der Branche gab. Auch habe sich nie ein Mitglied der US-Filmwirtschaft (MPAA) beschwert.

Hinzu kommt, dass man mehrere Millionen US-Dollar allein in die Rechtsberatung gesteckt habe, wobei das Geschäftsmodell des Unternehmens laut den Beratern vom DMCA geschützt sei. Zudem seien alleine 20 Mitarbeiter dafür zuständig gewesen, auf Hinweise bezüglich illegaler Dateien zu reagieren und diese offline zu nehmen. Man könne Megaupload nicht für die Handlungen Dritter verantwortlich machen.

Auch wenn es seiner Ansicht vermutlich Jahre dauern werde, seine Unschuld zu beweisen, so gibt er sich doch ziemlich siegessicher.

Außerdem ging er noch auf die Piraterie-Problematik ein: “Woher kommt die Piraterie? Piraterie kommt beispielsweise von Leuten in Europa, wo die Filme erst später als in den USA veröffentlicht werden. Wenn das Geschäftsmodell so aussähe, dass jeder gleichzeitig Zugang zu allem hätte, dann gäbe es keine Piraterie. In meinen Augen beschützt die US-Regierung ein aus der Zeit gekommenes, monopolistisches Geschäftsmodell, das in Internet-Zeiten einfach nicht mehr funktioniert.”