Anfang des Jahres schloss das Federal Bureau of Investigation, kurz FBI, die virtuellen Pforten zum Filehoster MegaUpload (wir berichteten). Gleichermaßen wurde Gründer Kim Schmitz, der auch unter dem Namen "Dotcom" oder "Kimble" bekannt ist, verhaftet und sein Vermögen eingefroren.

Dies und die Tatsache, dass er demnächst in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgeliefert werden könne, schrecken Schmitz und seine Geschäftspartner aber nicht davon ab, sich schon bald mit neuen Plattformen zurückzumelden. So ist zum einen der Musikstream-Dienst "MegaBox" in der Mache und zum anderen arbeitet man wohl an dem neuen Filehoster "Mega", bei dem die Anwender ihre Daten in eine Cloud hochladen, speichern, bearbeiten und mit anderen Usern teilen können. Dies berichtete Schmitz in einem Interview mit dem US-Magazin Wired.

Als Konsequenz auf die Vorfälle zu Beginn des Jahres gibt es bei diesem neuen Filehoster jedoch ein paar Änderungen: So werden die Dateien nun immer auf mindestens zwei Servern in zwei verschiedenen Ländern gleichzeitig gespeichert. Wesentlich wichtiger ist jedoch der folgende Fakt: Um die Daten der Kunden und sich selbst vor Strafen zu schützen, werden alle Daten nun nur noch verschlüsselt hochgeladen.

Dies geschieht per AES-Algorithmus wobei der Kunde einen Schlüssel erhält, um die Daten ansehen zu können. Somit hat Schmitz keinerlei Informationen über den Inhalt der Dateien und ist damit nicht haftbar für Verstöße gegen das Gesetz. Gleichermaßen schützt dies die hochgeladenen Daten der Kunden vor unbefugten Zugriff. Sei es durch das Hacken der Server oder gar dem Diebstahl beziehungsweise der Beschlagnahmung der Server durch die Behörden. Laut Schmitz müsste man die Verschlüsselung gesetzlich verbieten, um die Dienste von "Mega" zu stoppen.

Im Bezug auf die Urheberechtsverletzung lenkt Schmitz nun auch ein. So sollen betroffene Daten gelöscht werden, wenn im Internet Datenmaterial samt Schlüssel zum entpacken auftreten.