Nintendo hat es nicht leicht, wenig Software-Support für die Wii U und noch weniger Zuspruch durch Entwickler und Analysten. Vor allem Wedbush-Analyst Michael Pachter prophezeit dem Unternehmen immer und immer wieder das baldige Ende. Da erscheinen Oddworld-Erfinder Lorne Lannings Aussagen wie Balsam auf der Seele Nintendos. Der ist nämlich der Meinung, dass es Nintendo auch in 100 Jahren noch geben werde.

Aktuelles - Lorne Lanning: "Nintendo wird auch in 100 Jahren noch hier sein"

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuAktuelles
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 8/91/9
Wird es nach Lannings Aussagen auch in 100 Jahren noch geben
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Trotz all der guten Nachrichten in letzter Zeit bezüglich kommender Software-Titel hat es auch mal wieder einige schlechte Nachrichten für Nintendo gegeben. So hat die britische Supermarkt-Kette Asda angekündigt, in Zukunft keine Wii Us mehr zu verkaufen und den Platz für erfolgreichere Konsolen zu räumen. Was sich jetzt wie ein Boykott anhört, wurde jedoch lediglich von den Medien aufgepusht, denn tatsächlich hatten bislang nur 100 der 555 Filialen überhaupt Wii Us im Angebot.

Positive Zustimmung gibt es dafür von Oddworld-Erfinder und Spiele-Entwickler Lorne Lanning, der in einem Interview mit Venture Beat über Microsofts und Nintendos Geschäftsstrategien sprach und selber mittlerweile auf Indie-Spiele setzt.

Auf Microsoft angesprochen, weist Lanning auf die Problematik mit dem Ex-President of the Interactive Entertainment Business Don Mattrick hin, der das Unternehmen so kurz vor dem Launch der Xbox One in Richtung Zynga verlassen hat. Der ganze Deal sei viel zu schnell und viel zu glatt über die Bühne gelaufen und er glaube, dass da mehr dahinterstecke als es die Öffentlichkeit wisse. Er frage sich nun allerdings, wie sich das 'Xbox One'-Team fühle, angesichts der Tatsache, dass der Mann, der alle Fäden in den Händen hielt und die volle Verantwortung besaß, das sinkende Schiff mit höchstwahrscheinlich Millionen an Abfindung verlassen hat.

Was Nintendo betrifft, hat Lanning vollen Respekt für das japanische Traditionsunternehmen. "Dagegen kam Satoru Iwata heraus und sagte, dass ihn die Leute gefragt hätten, 'Warum entlässt du nicht Leute aus deinem Entwicklungsteam?' Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, was er gesagt hat, aber im Grunde meinte er, 'Leute zu entlassen, wird unsere Probleme nicht lösen. Großartige Spiele zu entwickeln, ist das, was wir tun und wir werden auch weiterhin so vorgehen.' (Anm: Hier die News dazu) Als er das sagte, hat er sich meiner Meinung nach in der kreativen Gemeinschaft verewigt. Ich würde ohne zu zögern mit ihm zusammenarbeiten. Als ein Mann in dieser Position, in einer Welt, in der die goldene Regel die Regel darstellt und dies auch von einer Aktiengesellschaft verlangt wird, stand er auf und sagte, 'Das ist nicht unser Ziel. Unser Ziel ist es, großartige Software zu entwickeln. Wir haben großartige Leute, die großartige Titeln entwickeln. Das ist es, was wir tun.'"

So sei er daher auch der festen Überzeugung, dass Nintendo angesichts dieser Führungskraft und auch der Tradition, auf der die Wurzeln des Unternehmens fußen, noch die nächsten Dekaden das Geschäft mitbestimmen werde.

"Wenn ich auf die Geschichte von Nintendo blicke, sage ich, 'Nintendo wird noch die nächsten 100 jahre da sein.' Da habe ich keine Zweifel. Ich bezweifle, dass Microsoft in den nächsten 100 Jahren noch dabei sein wird. Ich weiß, dass Zynga in 100 Jahren nicht mehr hier sein wird. Ich bin schon länger dabei als Zynga. (lacht) Wir machen vielleicht keine Schlagzeilen im Wall Street Journal, aber wir entwickeln noch immer, was wir entwickeln wollten. Wir müssen heute nur clever sein und im kleineren Rahmen denken, aber wir haben auch mehr Selbstbestimmungsrecht als jemals zuvor."

Persönlich hätte er zwar Interesse, wieder an einem AAA-Titel zu arbeiten, aber er vermisse es auch nicht, schließlich sei das Geld häufig das einzig Gute, was ein Publisher oder ein Investor mit sich bringe und die Finanzspritze gehe dafür mit extrem viel Druck einher.

Momentan sei Crowdfunding attraktiver für seine Pläne, wofür er sich Rat von Chris Roberts einholen wolle, der erst kürzlich rund 14 Millionen Dollar an Geldern für sein Projekt Star Citizen über Crowdfunding einsammeln konnte.

Bilderstrecke starten
(22 Bilder)