"Yps - Heft mit Gimmick" dürften vor allem die älteren Leser noch kennen, gehörte die deutsche Zeitschrift doch zwischen 1975 bis 2000 zu einer der beliebtesten Lektüren unter den Comicmagazinen. Jedem Heft lag ein Gimmick bei, das bekannteste waren natürlich die Urzeitkrebse, die man selbst in einem Wasserbehälter heranwachsen lassen konnte.

Nach dem Aus gab es mehrere Versuche, die Kultzeitschrift inklusive Comics zu "Pif und Herkules" und Co. wieder zurückzubringen - zuletzt versuchte man mit iPhone-Spielen die Marke am Leben zu halten. Doch all das scheiterte.

Nun wagt der Verlag Egmont Ehapa einen neuen Versuch, will aber völlig andere Wege gehen. Statt ein Comicmagazin für junge Leute, sollen die inzwischen erwachsenen damaligen Leser angesprochen werden. "Die Kinder von früher", wie es heißt.

Dabei soll das neue Yps Kindheitserinnerungen wecken, ohne aber kindlich zu wirken, um "die Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser" zu tragen, welche mit "35 Jahren noch Geheimagent werden" wollen.

Darunter wird es Themen aus den Bereichen Mode, Automobil und Technik geben - aber immer "mit einem Bezug zu Karos, Kängurus oder Kohl".

Verantwortlich sein wird Christian Kallenberg für das Yps-Lifestylemagazin, der von 2005 bis 2010 Chefredakteur von FHM war. Er plant, den "Geist von Yps, dieses positive Alles-mal-Ausprobieren, in das neue Yps zu übertragen".

Die erste Ausgabe soll am 11. Oktober 2012 zum Preis von 5,90 Euro auf den Markt kommen, also zwei Tage vor dem 37. Geburtstag des Heftes. Für den Anfang will man 120.000 Exemplare drucken lassen. Und sollte das Konzept aufgehen, soll die Yps ab 2013 wieder regelmäßig erscheinen.