Nachdem die Machenschaften von Kino.to fast sechs Jahre lang geduldet und die Legalität vor allem für die vier Millionen täglichen Nutzer des Streaming-Portals immer wieder kontrovers diskutiert wurden, schritt am 8. Juni 2011 die Sonderermittlungseinheit INES ein und ließ deutschlandweit über 20 Wohnungen durchsuchen.

Auch in Spanien und Frankreich erfolgten zeitgleich Durchsuchungen - insgesamt wurden 13 Personen festgenommen und rund 2,5 Millionen Euro auf spanischen Konten sichergestellt. Den Beschuldigten wird neben der gewerbsmäßigen Verletzung des Urheberrechts auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden nun gegenüber Heise Online verlauten ließ, wurde jetzt der Hauptbeschuldigte im Fall Kino.to nach einem umfassenden Geständnis aus der Haft entlassen. Er soll die Ermittlungen kräftig unterstützt, glaubhafte Angaben gemacht und mutmaßliche Hintermänner genannt haben. Damit sitzen noch elf Beschuldigte in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Schließung von Kino.to rücken auch andere Plattformen ins Visier der Ermittler. Erst vor wenigen Tagen gab man bekannt, auch gegen Video2k vorgehen zu wollen - dem offiziellen Nachfolger von Kino.to.