Mega- und Megaupload-Gründer Kim Dotcom will in Neuseeland seine eigene Partei gründen. Aktuell arbeitet er noch an einem Entwurf für das Parteiprogramm, bei dem im Fokus ein neues Seekabel für eine bessere Internetanbindung, faire Internetpreise und der Ausbau der IT-Infrastruktur stehen sollen.

Starten soll die Partei am 20. Januar 2014, wobei das Datum nicht zufällig gewählt wurde. Am 20. Januar 2012 wurde er in seinem Haus in Auckland wegen des Verdachts auf massive Urheberrechtsverletzung verhaftet.

Aktuell wartet er noch auf eine Gerichtsentscheidung, bei der die Auslieferung in die USA droht. Die US-Behörden werfen ihm vor, durch die ehemalige Plattform Megaupload Urheberrechtsverstöße begangen und dadurch Millionen verdient haben. Er selbst weist die Vorwürfe nach wie vor zurück, da er nur die Plattform zur Verfügung gestellt und keinen Einfluss darauf hatte, was die User austauschten. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Vor nicht allzu langer Zeit gründete er mit Mega eine neue Upload-Plattform, die bereits fleißig für Urheberrechtsverstöße genutzt wird.

Seine Partei jedenfalls trägt noch keinen Namen. Der neuseeländische Premierminister John Key machte ihm jedoch einen Vorschlag: "Partei ohne Hoffnung". Die Wahlen werden im November 2014 stattfinden. Da Dotcom kein neuseeländischer Staatsbürger ist, kann er nicht ins Parlament gewählt werden, dafür aber eine Partei gründen.