Nach über 15 Jahren kann sich IBM im Wettbewerb der wertvollsten IT-Marken wieder vor seinen Konkurrenten Microsoft setzen. In den letzten Tagen stieg der Wert des Unternehmens deutlich an und erreichte in diesen Tagen einen Marktwert von über 200 Milliarden US-Dollar.

Besonders beeindruckend dabei ist, dass der Softwareriese um die Jahrtausendwende noch einen Wert von rund 600 Millarden US-Dollar aufweisen konnte und somit das Dreifache des Börsenwerts von IBM besaß. Aktuell rangieren die Windows-Macher damit nur noch auf den bronze-farbigen Plätzen und mussten ihren zweiten Platz an IBM abgeben.

Microsoft erzielt den Löwnanteil seiner Umsätze mit Windows und Office, was sich auch aus dem Börsenkurs der letzten Jahre ablesen lässt. So stürzte der Aktienkurs mit dem Release von Windows Vista und der Finanzkriese im Jahre 2008 kräftig ab.

IBM ist nun das zweitwertvollste Unternehmen auf dem IT-Markt und wird dort auch vorerst das Etappenziel erreicht haben, da Spitzenreiter Apple mit dem rasanten Wachstum der letzten Jahre kaum zu überbieten sein wird.

Die Aufzeichnung der Börsenkurse zeigt deutlich, wie stark sich die Stellung der Unternehmen in den letzten beiden Jahrzehnten verändert hat. Während Google in den 1990er-Jahren noch nicht existierte, Apple sich nicht mit den großen Konzernen messen konnte, gab Microsoft den Ton an. 20 Jahre später hat sich das Blatt gewendet: Heute zählen auch Unternehmen wie Google, Apple und IBM zu den großen Playern. Microsoft hat seit der Jahrtausendwende um ca. 30 Prozent an Wert verloren.