Bereits auf der Keynote zur GTC 2012 präsentierte NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang sein Bild des Gamings in der Zukunft. Seit nunmehr einigen Monaten am Markt vertreten ist ein Dienst namens OnLive. Spiele werden hier nicht mehr gekauft, sondern gemietet.

Der Spieler muss das Spiel auch nicht mehr herunterladen und installieren, sondern kann über einen Streaming-Dienst, die dazugehörige Hardware und einen angeschlossenen Controller von zahlreichen Endgeräten auf das Angebot von OnLive zugreifen. Ob die Streaming-Box dabei an den heimischen Fernseher angeschlossen ist oder über den PC und das Tablet auf das Spieler-Konto zugegriffen wird, spielt dabei keine Rolle. Die eigentliche Hardware, auf welcher das Spiel berechnet wird, kann tausende Kilometer entfernt in einem Rechenzentrum stehen.

Doch solche Streaming-Dienste haben vor allem mit einem Problem zu kämpfen und das ist die Verzögerung die sich durch die Übertragung durch das Netzwerk und das Decoding des Streams ergibt. Auch weitere Schichten in dieser Übertragung sind für eine Verzögerung verantwortlich, die nicht jedes Spiel auch zu einem Spielgenuss werden lassen.

NVIDIA will mit dem GeForce GRID die Lösung gefunden haben. Im Vergleich zu Konsolen oder dem Spielerlebnis am PC soll der Nutzer bei GeForce GRID allerdings keinerlei Einbußen durch die Verzögerung erfahren. Möglich wird dies durch ein verbessertes De- und Encoding des Streams sowie die Beschleunigung des Renderings des eigentlichen Spiels.

Hier sieht NVIDIA den größten Nachholbedarf und will mit den eigenen GeForce-Produkten die optimale Lösung bieten. Während also die GeForce-Grafikkarten das Game-Rendering schnellstmöglich abarbeiten, sorgen der NVENC (Low-Latency Encoder), NVFBC (Ultra-Fast Full-Frame Buffer Capture) und NVIFR (Ultra-Fast Frame Read Back) für die schnelle Übertragung durch das Netz.

Gegenüber der ersten Generation an Cloud-Gaming-Services will NVIDIA somit eine deutliche Verbesserung erreicht haben, die solche Dienste nun auch massentauglich machen sollen. OnLive hat bereits damit begonnen sich für NVIDIAs GeForce GRID zu evaluieren.

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