Die Videospielindustrie gehört dank ihrer technischen Errungenschaften zu den sich ständig im Wandel befindlichen Bereichen unseres täglichen Lebens. Glu Mobiles CEO Niccolo de Masi ist sich sicher, dass dieser Wandel dazu führen wird, dass Nintendo und selbst Sony bis 2020 vom Markt verdrängt sein werden.

Aktuelles - Glu Mobiles CEO Niccolo de Masi: Nintendo und Sony werden bis 2020 vom Markt verdrängt sein

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De Masi ist sich sicher, Sony und Nintendo spielen ab 2020 keine Rolle mehr
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Unternehmen kommen und gehen. Das gilt auch für die Videospielindustrie. Atari hat es getroffen und auch SEGA. Doch das waren alles Unternehmen mit reinem Fokus auf Gaming, die durch Fehlentscheidungen in die Knie gingen. Glu Mobiles CEO Niccolo de Masi ist sich sicher, auch Nintendo und Sony wird es so ergehen. Nur nicht aus Eigenverschulden, sie werden von der schieren Größe anderer, größerer Unternehmen verdrängt.

"Ich glaube schon lange daran, dass es in der nächsten Dekade um die größten Technologie-Unternehmen der Welt gehen wird, die ein Ökosystem entwickeln, das die vier wichtigsten Bildschirme unseres digitalen Lebens umfasst - Smartphone, Tablet, Laptop/Desktop und Fernsehen", so De Masi. "Nahtloser Zugriff auf die Spiele, Apps, Musik, Filme und Fernsehen, die wir lieben, wo immer und wann immer wir wünschen."

Elemente wie Messaging, vereinheitliche Kaufsysteme mit Crossbuy und Cloud-Speicher seien essentiell in solchen Quad-Screen-Ökosystemen, wie sie von De Masi bezeichnet werden. Für De Masi seien gerade Apple und Google Unternehmen, die sowohl über die finanzielle wie auch technische Basis verfügen. Sie hätten auch das nötige Wissen und vor allem aber auch die Nutzerbasis, um sich durchzusetzen. Unternehmen wie Samsung, Amazon und Microsoft sehe er dagegen als mögliche Konkurrenten aus der zweiten Reihe. Und Sony oder Nintendo?

"Jegliches Momentum in dieser Zukunft des Bereichs Multiscreen-Ökosystem fehlt dagegen Sony und Nintendo. Ich erwarte, dass beide Unternehmen von wesentlich größeren Unternehmen bis 2020 in die Bedeutungslosigkeit verdrängt werden. Das Gleiche kann man auch bei unabhängigen Startups wie Ouya, Gamestick und Mojo erwarten."

De Masi nennt als Grund den Umstand, dass es weltweit ungefähr 260 Millionen Haushalte mit Konsolen gibt und dass man in dieser aktuellen Generation erwartet, dass nur um die 87 Millionen Konsolen ausgeliefert werden. Selbst optimistische Prognosen gingen nicht von mehr als 100 Millionen verkaufter Konsolen aus. Und das, obwohl China endlich den Konsolenbann aufgehoben hat. Aber vor allem kann sich De Masi nicht vorstellen, dass die Zukunft so aussehe, dass man sich durch mehrere Geräte schalten muss. Stattdessen werde es ein Interface und ein Kontrollsystem geben, um auf alle Inhalte zugreifen zu können.

Natürlich erscheint seine Vorhersage angesichts des riesigen Erfolgs von Sonys PS4 im direkten Vergleich mit Microsofts Xbox One etwas irritierend. Schaut man sich allerdings den asiatischen Videospielmarkt an, dann zeichnet sich dort bereits heute ein Wandel ab. Und wenn der asiatische Markt auch nur ein wenig in die Zukunft weist, wie er es früher immer tat, dann könnte das tatsächlich eine Möglichkeit sein.

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