*UPDATE*

ValueAct, die Investorengruppe, die aggressiv um einen Sitz im Aufsichtsrat von Microsoft gekämpft hat, ist nun siegreich aus diesem internen Kampf hervorgegangen. Am vergangenen Freitag veröffentlichte Microsoft eine Pressemitteilung, wonach ValueActs Verlangen nach einem Sitz stattgegeben wurde.

ValueActs Capital President Mason Morfit wird nun an "regulären Meetings" mit dem Microsoft Management teilnehmen, um entscheidende Angelegenheiten zu besprechen. Auch wird Mofit dazu "eingeladen" einen Sitz im Verwaltungsrat bei der ersten vierteljährlichen Sitzung nach der 2013-Hauptversammlung einzunehmen.

"Microsoft ist ein Weltklasse-Unternehmen mit überwältigendem Langzeit-Potential," so Morfit. "An diesem kritischen Wendepunkt der Evolution des Unternehmens freue ich mich darauf, aktiv mit dem Vorstand und dem Management-Team von Microsoft daran zu arbeiten, weiterhin Werte für alle Aktionäre zu generieren."

Besorgniserregend für Spieler dürfte sein, dass ValueAct darauf abzuzielen scheint, die Xbox-Sparte Microsofts zu verkaufen. Mit dem Sitz im Aufsichtsrat hat sich die Investorengruppe nun eine mächtige Position verschafft, die es ihr erlaubt, ihre Ziele mit Nachdruck zu verfolgen und ihre Pläne umzusetzen. Und ValueActs Interessen scheinen sich weniger mit denen der Spieler als mit denen der Aktionäre zu decken.

Ursprüngliche Nachricht:

Microsofts CEO Steve Ballmer hat am Freitag überraschend seinen Rücktritt innerhalb der nächsten 12 Monate bekannt gegeben, sobald ein Nachfolger gefunden sei. Wenn es nach Microsoft-Experte und -Analyst Rick Sherlund geht, handelt es sich allerdings um einen internen Machtkampf, in dem es auch um die Zukunft der Xbox-Division geht.

Aktuelles - Gerücht: Microsoft-Investor drängt auf Verkauf der Xbox-Division *Update*

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Demnach versucht die Investorengruppe ValueAct, die erst im April mit 2 Milliarden Dollar einen einprozentigen Anteil an Microsoft erwarb, einen Sitz im Aufsichtsrat zu erhalten.

Als Grund wird genannt, dass ValueAct Ballmer aus seiner Position als CEO drängen will und gleichzeitig drastische Maßnahmen anstrebt, um Microsoft wieder profitabel zu gestalten. ValueAct ist bekannt für ihr aggressives Vorgehen und ihr Durchsetzungsvermögen, was neue Marschrichtungen angeht.

Und Damit ist ValueAct aber auch nicht der einzige Teilhaber, der unzufrieden mit Microsoft und Steve Ballmer ist, wie Sherlund berichtet. "Steve Ballmers Strategie ruft nicht gerade Vertrauen unter den vielen Teilhabern hervor, mit denen wir gesprochen haben."

Eine der Sparten, die ValueAct am liebsten verkauft sehen möchte, ist die Xbox-Division. "Xbox ist cool," so Sherlund. "Aber unseren Schätzungen nach, hat Microsoft daran kein Geld verdient."

Und tatsächlich, kaum hat Microsoft-CEO Steve Ballmer seinen Rücktritt erklärt, kletterte die Microsoft-Aktie um ganze zehn Prozent nach oben.

Doch selbst nach seinem Rücktritt wird Ballmer einer der einflussreichsten Personen bei Microsoft bleiben, da er knapp vier Prozent an Anteilen besitzt. Bill Gates, derzeit Aufsichtsratvorsitzender bei Microsoft, besitzt sogar mehr als 5 Prozent an Anteilen.