Wer auf Facebook, Blogs und Co. urheberrechtlich geschützte Videos von Youtube oder anderen Plattformen einbettet, soll künftig Gebühren an die GEMA zahlen. Zumindest versucht das die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte durchzusetzen.

Aktuelles - GEMA will für Einbettung von Youtube-Videos kassieren

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Müssen Webseiten-Betreiber und Facebook-User künftig für das Einbetten von Videos zahlen?
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Das ließ eine Sprecherin der GEMA gegenüber Golem durchblicken, die damit die Forderung der österreichischen Verwertungsgesellschaft AKM unterstützt. Die Frage danach kam deshalb auf, weil die EU-Kommission aktuell Interessenvertreter und Bürger zum EU-Urheberrecht befragt.

Laut der AKM müssen "bestimmte Hyperlinks" zu urheberrechtlich geschützten Werken im Internet vom Rechteinhaber erlaubt werden. Und die GEMA ist da ähnlicher Ansicht. Normale Links seien keine Nutzung der Werke, eingebettete Inhalte jedoch schon, bei denen für die Nutzer nicht klar ist, dass diese von einer anderen Seite stammen.

Sollte sich das letztendlich durchsetzen, würden Webseiten-Betreiber bei solchen Videos künftig möglicherweise Copyright-Verletzungen begehen - oder sie werden eben gegenüber Verwertungsgesellschaften zahlungspflichtig.

Die Gesellschaften würden hier theoretisch sogar doppelt kassieren, da schließlich auch der Betreiber der jeweiligen Videoseite (etwa Youtube) eine Gebühr abführen muss.

Bis März können Verbände und Co. ihre Wünsche und Kommentare für eine Novelle des Urheberrechts in der Union abgeben, zu der die EU-Kommission aktuell an einer Empfehlung arbeitet.