Seit nun mehr als einem Jahr befindet sich die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) und Youtube nun schon in Verhandlungen. Die GEMA erklärte diesen Versuch jetzt für gescheitert.

Gegenstand der Verhandlungen waren über 600 Clips auf der Videoplattform Youtube, die seit dem April 2009 ohne entsprechende Erlaubnis der musikalischen Interpreten genutzt wurden. Die letzte Einigung der beiden Partein lief in dieser Zeit aus und war seit dem in der Schwebe.

Da sich beide Seiten nicht auf eine Lizensabgabe einigen konnten, die den Künstlern zusteht, werden nun in Zusammenarbeit mit Verwertungsgesellschaften aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und den USA die Löschung der beklagten Clips durchgesetzt.

Harald Henker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, will nach eigenen Angaben ein Zeichen dafür setzen, dass "Betreiber von Online-Plattformen, die mit der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke Millionen an Werbeeinnahmen generieren, Künstlern eine angemessene Vergütung zukommen lassen.".

2007 wurde beschlossen, dass Youtube der GEMA eine Pauschalgebühr für verwendetes Material auszahlt. Eine Weiterführung dieser Vereinbarung wurde dann letztes Jahr, Ende März, für gescheitert erklärt.

Die GEMA will sich eigentlich mit internationalen Partnern dafür stark machen, dass "Musik ihren Wert hat und möglichst viel gehört wird." - Zumindest solange sie vom Anbieter lizenziert sei. Des weiteren strebt man genauere Informationen über die verwendeten Werke und die Häufigkeit ihrer Nutzung an, um die Möglichkeit zu haben, besser zu beurteilen, wie Lizenzgelder an den Künstler ausgezahlt werden können.