Update: Die GEMA hat inzwischen Stellung bezogen und weist in einer Pressemitteilung darauf hin, Grooveshark habe seinen Dienst in Deutschland "nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt. Vielmehr weigert sich Grooveshark grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten." Grooveshark habe mit der Gema bislang in keiner Form Kontakt aufgenommen.

Ursprüngliche Meldung: Wer heute den Musikdienst Grooveshark aufrufen wollte, dürfte vor verschlossenen Türen stehen. Zumindest wenn man aus Deutschland kommt, denn ab sofort ist der Dienst hierzulande nicht mehr erreichbar.

Zitat:"Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein. Wir werden Sie vermissen! Sie können uns gerne schreiben. Wir hoffen, eines Tages zurück zu kommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu schicken."

Interessanterweise verweist die E-Mail-Adresse auf der Website an Goldman Sachs und die postalische Adresse sowie die Telefon-Nummer an die GEMA. Schließlich wird noch darauf hingewiesen, dass man den Musikservice simfy mal ausprobieren sollte.

Inzwischen munkelt man, dass Grooveshark später wieder aus Deutschland erreichbar ist und es sich bei dieser Aktion um das deutsche Äquivalent des SOPA-Streikes handelt, welcher im Moment in den USA läuft. Dort wurden zahlreiche bekannte Websites für den heutigen Tag offline genommen, wie etwa Wikipedia oder auch die Seite zu Minecraft.

Ob also wirklich der Zugriff aus Deutschland eingeschränkt wird, wird man wohl spätestens morgen erfahren. Das mobile Interface von Grooveshark soll nämlich aktuell noch ohne Probleme erreichbar sein. Grooveshark ist ein Streamingdienst für Musik, der im Gegensatz zu vergleichbaren Diensten völlig kostenlos ist.