Der Megaupload-Gründer Kim Dotcom wird von den sechs größten Hollywood-Studios auf Schadensersatz verklagt.

Twentieth Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia und Warner Bros. reichten eine Klage ein und werfen ihm Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vor. Bislang musste der sich in Neuseeland wohnhafte Unternehmer mit US-Behörden herumschlagen, die eine Auslieferung anstreben, jedoch an den neuseeländischen Gerichten bisher scheiterten.

Das inzwischen geschlossene Megaupload war eine Plattform, auf der man verschiedene Dateien hochladen und teilen konnte. Vor allem für Raubkopien jeder Art wurde Megaupload genutzt.

Wie Chefjustiziar Steven Fabrizio von der Motion Picture Association of America (MPAA) erklärte, verursachte die Plattform in den USA mehr als eine halbe Milliarde Dollar Schaden für Rechteinhaber. Der Gewinn für die Webseite habe mehr als 175 Millionen Dollar betragen.

Letztendlich sei die Webseite darauf ausgerichtet gewesen, dass User beliebte Inhalte hochladen. Der Anwalt bezeichnet sie als illegale Drehscheibe für Massenverbreitung.

Kim Dotcom hat sich zumindest über Twitter bereits zu Wort gemeldet und bezeichnet diese Klage als großen Schwachsinn. Er machte sich darüber lustig und meinte als Reaktion darauf, "heute keinen Filmabend mehr" machen zu wollen. Er verglich sich außerdem mit der biblischen Gestalt Davids.

Aktuell betreibt Kim Dotcom mit Mega einen Quasi-Nachfolger von Megaupload.