Faceporn, ein soziales Netzwerk für Pornografie, muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Das norwegische Unternehmen konnte vor einem kalifornischen Gericht einen Sieg davontragen, da der Richter der Auffassung war, dass das US-Gericht dafür nicht zuständig ist.

Zudem könne Facebook nicht nachweisen, dass Faceporn gezielt Nutzer abwerben wolle. Facebook verlangte unter anderem die Übergabe aller Domains.

Doch das Urteil dürfte weitaus interessanter sein, als man annehmen möchte. So kam nämlich auch zum Vorschein, dass sich Facebook bereits zehn Warenzeichen schützen konnte und siebzehn weitere noch auf ihre Freigabe warten.

So hat Facebook beispielsweise die Rechte an Face, Book und Wall angemeldet. Zudem ist dieser Sieg von Faceporn auch ein kleiner Lichtblick für alle Unternehmen bzw. Webseiten, die Face oder Book in ihrem Namen tragen. Das weltweit größte soziale Netzwerk geht nämlich juristisch gegen solche Firmen vor. Es ist aber nicht das erste Mal, dass ein Netzwerk gegen Facebook gewinnen konnte - zuvor waren es Teachbook und Shagbook.

Somit bleibt Facebook also nur noch der Gang vor ein norwegisches Gericht. Ob man das dort ähnlich wie das US-Gericht sieht, bleibt abzuwarten.