Laut der jährlich zweimal erscheinenden 'Top 500'-Liste der Supercomputer befindet sich der schnellste Rechner Europas in der Schweiz und in der Weltrangliste auf Platz 6. Piz Daint nennt sich dieser - genauso wie der gleichnamige Berg - und rechnet mit 6,27 Petaflops.

Im Vergleich zum Erstplatzierten, dem Tianhe-2, wirkt das allerdings mickrig. Dieser steht an der National University of Defense Technology (NUDT) in Guangzho (China) und erreicht eine Leistung von 33,86 Petaflops. Da kann der direkte US-amerikanische Verfolger Titan von der Oak Ridge National Raboratory mit seinen 17,59 Petaflops ebenso wenig mithalten.

Dafür soll der Titan die energieeffizienteste Anlage der Welt sein. Dominiert wird die Top 10 von den USA, die mit insgesamt fünf Anlagen vertreten sind. Der dritte Platz geht an den IBM-Rechner mit 17,17 Petaflops am Lawrence Livermore National Laboratory (USA). Dahinter liegt Japans K-Computer (Fujitsu) mit 10,5 Petaflops in Kobe, der noch bis vor zwei Jahren die Weltrangliste anführte. Man sieht also, welch rasante Entwicklung dahintersteckt.

Platz acht geht an das Forschungszentrum Jülich, wo das BlueGene/Q-System mit 5,9 Petaflops betrieben wird und dieser nun auch nicht mehr der schnellste Supercomputer Europas ist. Aber auch der zehnte Platz geht nach Deutschland, nämlich zum Leibniz-Rechenzentrum München an den SuperMUC mit 3,2 Petaflops. Übrigens befindet sich bereits ein Nachfolger mit über 100 Petaflops in Planung, der frühestens 2016 kommen soll.