Bereits vor zwei Jahren entschieden französische Gerichtshöfe in einem Klageverfahren von Nintendo gegen die Hersteller von Flash-Speicherkarten eher positiv für die Hersteller. Nun scheint es, als hätte sich Nintendo auf höherer Instanz durchgesetzt und die Karten werden in Frankreich verboten.

In einer Klage gegen Divineo und fünf andere Firmen, die für den Verkauf von Speicherkarten verantwortlich sind, die der R4-Karte ähnlich sind, hat der oberste Pariser Gerichtshof nun entschieden, dass die Inverkehrbringung der Speichermedien illegal ist. Die R4-Speicherkarte, und damit auch Karten, die ähnlich funktionieren, ermöglicht es den Nutzern, inoffiziellen Code, Homebrew-Spiele oder auch illegal kopierte Spiele auf dem Nintendo DS wiederzugeben. Dieser Umstand führt dazu, dass die Karten bereits in einigen Ländern illegal sind.

In einer offiziellen Stellungnahme veröffentlicht Nintendo, dass die Firmen mit über 460.000 Euro Strafen und 4,8 Millionen Euro an Schadensersatz belastet werden. Genaue Details veröffentlicht Nintendo allerdings nicht, jedoch wurden in dem Urteil auch einige, allerdings vorerst ausgesetzte, Gefängnisstrafen zum Tragen. Der japanische Unterhaltungs-Konzern war verständlicherweise erfreut über diese Neuigkeiten und kommentierte die Entscheidung als „representativ als eine deutliche Nachricht an französische Unternehmen, die mit diesen Geräten handeln, dass derartige Aktivitäten illegal sind und nicht toleriert werden.“
Nicht zuletzt dankte das Unternehmen den Ermittlungsbehörden, die an Razzien teilgenommen haben, um die in Frage stehenden Speicherkarten zu konfiszieren.

Dieser neuerliche Sieg ist ein Teil von Nintendos Kampagne gegen die Softwarepiraterie, die mit weltweiten Klagen einherging und schon mehrfach zu Landesweiten Verboten der Speicherkarten geführt hat. Ebenso konnte Nintendo erreichen, dass die Flash-Speicherkarten von eBay und Amazon nicht mehr verkauft werden.