Vor genau 40 Jahren und einem Tag wurde der erste Computervirus entwickelt. Allerdings nicht um Schaden anzurichten, sondern für Forschungszwecke. Der Virus nannte sich Creeper und wurde in Cambridge, Massachusetts, für das Arpanet (ein Vorgänger des Internets) entwickelt.

Dessen Aufgabe war es, selbst-replizierende Software zu schaffen. Der Begriff Virus hingegen wurde erst 1983 das erste Mal in Verbindung mit solcher Software von Fred Cohen genannt.

1987 dann ging ein solcher Virus das erste Mal um, nannte sich Jerusalem und löschte bei infizierten Rechnern am Freitag dem 13. wichtige Programme. Im Jahr 1992 sollte der Virus Michaelangelo am Geburtstag des Renaissance-Malers für Angst und Schrecken sorgen, der große Crash blieb allerdings aus.

Erstmals in den 1990ern dann tauchte das sogenannte Phising auf, wodurch Gauner an vertrauliche Informationen gelangen konnten, wie etwa Kreditkarten-Daten. Zur Jahrtausendwende schließlich ging der Virus "I love you" um und infizierte weltweit Millionen von Computern. Code Red hingegen nistete sich 2001 auf Webserver ein und zeigte an: "Gehackt von Chinesen" - ein Angriff auf das Weiße Haus konnte abgewehrt werden.

2004 dann kam der Wurm Sasser, der als erstes Malware-Programm außerhalb des Webs operierte bzw. für Probleme sorgte: durch ihn kam es zu Unterbrechungen in der Satellitenkommunikation und führte zur Absage von Flügen.

Ein Jahr später wurde von MyTob ein Botnet entwickelt, wodurch ferngesteuerte Computer zur Verbreitung von Spam, Spyware und Phishing verwendet wurden. Seitdem wurden die Viren, Trojaner und Co. immer gefährlicher und ausgeklügelter. Einer von ihnen ist der Virus Stuxnet, der angeblich von einem Geheimdienst gestreut wurde, um Zentrifugen zur Anreicherung von Uran im iranischen Nuklearprogramm anzugreifen.