Der Ausstieg von HP aus dem Smartphone- und Tablet-Geschäft und die beabsichtige Ausgründung bzw. sogar der Verkauf der PC-Sparte sorgt seit Tagen für großen Wirbel. Die Gerüchteküche ist am Brodeln - so wird spekuliert, dass Lenovo und Samsung Interesse am Aufkauf von Dells PC-Sparte hätten. In der Zwischenzeit hat sich Michael Dell, der Leiter von HPs Konkurrentem Dell, zu Wort gemeldet.
 
Er sieht für Dell eine große Chance im Rückzug von HP. Dem PC-Geschäft erwächst zwar starke Konkurrenz durch neue Mobilgeräte, doch Michael Dell geht aber davon aus, dass PCs weiterhin gefragt bleiben und gekauft werden. Damit erteilt er Skeptikern, die schon eine 'post-PC era' ausrufen, eine klare Absage.

Dell erhofft sich nicht nur für den PC-Bereich wachsende Marktanteile nach HPs Rückzug, sondern geht auch von positiven Auswirkungen für das Servergeschäft aus. Durch die parallelen Aktivitäten im PC- und im Servergeschäft kann Dell Komponenten, die für beide Bereiche relevant sind, günstiger ankaufen. Außerdem gab es schon bei IBMs Rückzug aus der PC-Sparte eine Sogwirkung, die auch den Serverbereich erfasste.

Michael Dell schließt seine Darlegung zu den Auswirkungen der Umbrüche bei HP für Dell mit einem selbstüberzeugten Statement, das gleichzeitig Eigenwerbung ist: "The summary is that Dell is now the x86 enterprise partner of choice. If I am in the channel I want to be working with the enterprise x86 partner of choice."