Über Jahre hinweg waren die großen Messen CES, CeBIT und Computex der Puls der IT-Welt. Doch die Bedeutung der großen Messen schwindet, denn auch wenn die Veranstalter immer wieder gerne von Besucherrekorden sprechen, die Hersteller haben schon lange erkannt, dass sich die Aufmerksamkeit besser neben den Messen fokussieren lässt.

Für Microsoft beendete Steve Ballmer vor wenigen Momenten die letzte Keynote einer CES - viele große Hersteller werden diesem Beispiel folgen. Große Messestände gehören der Vergangenheit an, oftmals bieten die Hersteller nur noch Gespräche in den Business-Bereichen an, zu denen nur die Fachpresse Zutritt hat. Doch die schwindende Bedeutung lässt sich besonders an einem Punkt festmachen: den fehlenden Highlights.

Die fehlenden Neuerungen der CES lassen sich bereits jetzt abschätzen. Am Sonntag präsentierte Acer sein Ultrabook und ein FullHD-Tablet, deren technischen Daten bereits im Vorfeld bekannt waren. ASUS sagte seine ebenfalls für Sonntag geplante Pressekonferenz sogar komplett ab.

Der Montag gehörte in den vergangenen Jahren ebenfalls den großen Herstellern und deren Pressekonferenzen. Intel wusste mit mehr oder weniger neuen Ultrabook-News aufzutrumpfen, Samsung präsentierte die interaktive Waschmaschine mit eigenem Twitter-Account sowie den sprechenden Angry-Birds LED-TV und NVIDIA hat den Dauerlutscher Tegra 3 bereits derart abgelutscht, dass nur noch der abgekaute Stil übrig geblieben ist.

Produkte wie das Transformer Prime mit FullHD-Display von ASUS wird nicht einmal vom eigenen Hersteller mit besonderer Aufmerksamkeit gewürdigt, gleiches gilt für ein Dual-Sockel-2011-Mainboard.

Es bleibt zu hoffen, dass der erste Messetag zumindest hinter verschlossenen Türen noch mit einigen Neuigkeiten aufwarten kann. Kandidaten wären AMD mit einem Update der APU-Prozessoren und NVIDIA mit Kepler sowie die Keynote mit Intels CEO Paul Ottelini.