Der kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry hat mit einer ungewöhnlichen Maßnahme um das Vertrauen von Nutzern und Partnern geworben. In insgesamt 30 Tageszeitungen hat das Unternehmen ganzseitige Anzeigen geschaltet und auf diesem Wege einen offenen Brief publiziert, der auch auf der Homepage der Kanadier eingesehen werden kann.

In diesem heißt es, dass man "sich weiterhin voll und ganz auf BlackBerry verlassen“" kann, da man über „"umfangreiche finanzielle Reserven“" verfüge und schuldenfrei sei. Die bereits gestarteten Maßnahmen zur Umstrukturierung werden „"50 Prozent der Ausgaben senken und unsere gesamte Organisation effizienter und noch kundenorientierter gestalten". Dabei unterschätze die "großen Herausfoderungen"“ nicht, vor denen das Unternehmen steht, „aber "diese schwierigen Veränderungen sind notwendig, um BlackBerry für die Zukunft zu stärken“".

Angesichts der „dramatischen Schlagzeilen“ müsse man aber „einige Sachen klarstellen“. Man sei nach wie vor "„Best in Class"“ in den Bereichen Produktivität, Sicherheit, Enterprise Mobility Management und mobiles soziales Netzwerk. Nach eigenen Angaben werden alle vier derzeit erhältlichen oder angekündigten BlackBerry-10-Endgeräte das dritte Software-Update erhalten, mit dem abermals Probleme beseitigt und neue Funktionen hinzugefügt werden.

Zudem könne man „sich auch weiterhin darauf verlassen, dass Ihre gesamte Kommunikation mit uns jederzeit sicher und vertraulich bleibt“. Man sei sich zudem bewusst, dass die Plattform nicht alle Nutzer anspreche und es einen „starken Wettbewerb“ gibt. Allerdings habe man in über zehn Jahren zahlreiche Partner und Kunden gefunden, die die Stärken BlackBerrys zu schätzen wissen.

Offen bleibt jedoch, wie die Zukunft des Unternehmens aussehen wird. Denn der Fortbestand in seiner jetzigen Form wird immer unwahrscheinlicher, obwohl mit Fairfax und vermutlich einem Konsortium rund um die BlackBerry-Mitbegründer Michael Lazaridis und Douglas Fregin zwei Bieter für den Konzern bereitstehen.

Grund hierfür ist das vermutliche Interesse zahlreicher namhafter IT-Unternehmen, allen voran Google, Intel, Samsung und SAP, an Teilen der Kanadier. Vor allem die Server- und Sicherheits-Technik stehen dabei im Mittelpunkt, aber auch das umfangreiche Patentportfolio dürfte Begehrlichkeiten wecken.