Das Innenministerium und Bundeskriminalamt unterzeichneten einen Vertrag, mit dem man die Spyware FinFisher der Firma Gamma/Elaman erwirbt. Laut Netzpolitik sei noch gar nicht sicher, ob die Software überhaupt legal in Deutschland eingesetzt werden dürfe.

Aktuelles - BKA kauft Staatstrojaner, der sich als Firefox tarnt - Mozilla mahnt Hersteller des Programms ab

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FinFisher tarnt sich als Firefox - Mozilla ist darüber ganz und gar nicht begeistert.
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Derzeit werde durch die Firma CSC Deutschland noch geprüft, ob FinFisher ohne Rechtsverletzungen zum Einsatz kommen kann. Dazu erarbeitete das BKA eine "Standardisierende Leistungsbeschreibung", die beschreibt, wie man einen Trojaner eben ohne Rechtsverletzungen nutzen könne. Fast 150.000 Euro sollen für das Programm gezahlt werden.

Unterdessen könnte das Unternehmen Mozilla das Programm stoppen, denn FinFisher gibt sich als Firefox.exe aus und gaukelt sogar vor, eine entsprechende Versionsnummer zu besitzen, während ebenso Hinweise zu Urheberrecht sowie geschützten Markenzeichen auftauchen.

Mozillas Alex Fowler kommentierte in einem Blogeintrag, dass man das Warenzeichen gegen einen derartigen Missbrauch verteidigen müsse, da dem Open-Source-Projekt Millionen Menschen weltweit vertrauen. Die Spyware würde einen falschen Eindruck vermitteln, dass diese im Zusammenhang mit der Browsersoftware stehe, welche wiederum auf Rechnern und Mobilgeräten installiert ist, und daher technisch sowie inhaltlich vertrauenswürdig sei.