Der Antisec-Gruppe, dem "Zuammenschluss" aus Anonymous und LulzSec, ist es offenbar gelungen, einen Support-Server von Apple zu hacken. Der Server beinhaltete keine wirklich bedeutsamen Daten, denn über ihn liefen nur die Online-Befragungen zur Supportqualität des kalifornischen Hardwareherstellers. Dennoch könnte Apple als mögliches Angriffsziel infrage kommen.

Insgesamt veröffentlichte Antisec eine Liste mit über 27 Root- und Admin-Accounts aus dem User-Table der Datenbank.

Über die Maschine werden Umfragen zur Qualität des Supports abgewickelt, bei denen es darum geht, ob das Problem gelöst werden konnte, auf welche Weise der Support stattfand (E-Mail, Telefon, Apple-Store oder ähnliches), wie zufrieden man mit dem Support war und welche Qualität die Beratung durch den Mitarbeiter hatte. Dabei werden keinerlei personenbezogene Daten erhoben, sodass hier auch nichts wirklich „Virulentes“ gestohlen werden konnten.

Apple hat dazu bisher noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben, sodass nicht bekannt ist, ob auch Nutzerdaten gestohlen werden konnten. Wenn das der Fall sein sollte, dann dürften nicht viele Daten abhanden gekommen sein, die Rückschlüsse auf die Kunden zulassen.

Gerüchtweise ist Antisec ebenfalls für den Einbruch in Apples iCloud-Netzwerk am 21. Juni verantwortlich. Die Gruppe hätte Apples internes Netzwerk ausgiebig ausgeforscht, die Quellcodes gestohlen und in aller Ruhe analysiert, um an die Passwörter zu kommen. Apple direkt sei allerdings (noch) kein Ziel der Online-Vandalen. Sie schrieben über ihren Twitter-Account, dass sie derzeit noch an anderer Stelle beschäftigt seien.