Die Hacktivistengruppe Anonymous konnte erfolgreich unter der "Operation Darknet" Server angreifen, auf denen Pädophile Informationen austauschten. Darunter befinden sich die Wiki-Rubrik Hard Candy Lolita City und eine Kinderpornographieplattform im Darknet.

Anonymous konnte die Server für eine längere Zeit offline nehmen - betroffen sein sollen insgesamt 40 Webseiten. Anonymous stieß eher zufällig auf die Webseiten, zumal die Pädophilen Anonymisierungsserver verwendeten.

Bei der dort versteckten Wiki-Rubrik Hard Candy konnten laut Anonymous bis zum 20. Oktober 2011 insgesamt 2.055.701 Pageviews verzeichnet werden. Dies zitiert die Hacktivistengruppe direkt aus einem Posting, in dem sich über den Missbrauch eines Kleinkindes ausgetauscht wurde.

Am 14. Oktober 2011 forderte Anonymous das zuständige Hosting-Unternehmen Freedom Hosting dazu auf, sämtliche Links zu entfernen. Da Freedom Hosting aber nicht darauf reagierte, wurden die Server angegriffen und abgeschaltet.

Anschließend bekam Anonymous noch einen Tipp über Lolita City, eine der größten Kinderpornografieplattformen, die ebenso auf den Servern von Freedom Hosting liegen soll. Anonymous infiltrierte die Plattform schon seit längerer Zeit mit Fake-Accounts und versuchte die Server so oft wie möglich unerreichbar zu machen.

Schließlich entschied sich das Kollektiv dafür, diese Operation öffentlich zu machen, um sämtliche Ressourcen zu erhalten, um diese Plattform länger offline nehmen zu können. Insgesamt 100 GB an Kinderpornografie-Abbildungen soll es auf Lolita City gegeben haben. Die User und Betreiber müssen jetzt natürlich bangen, Anonymous veröffentlichte 1.500 Nutzernamen. Ob diese aber hilfreich für die Ermittler sind, bleibt abzuwarten.

Anonymous erklärte: "Wir werden weiterhin nicht nur Freedom-Hosting-Server zum Absturz bringen, sondern alle Server, die Kinderpornografie beinhalten, bewerben oder unterstützen."