Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlichte nun eine Studie, der zu Folge zwei Drittel der deutschen Jugendlichen Filesharing nutzen.

Die Erhebung wurde auf der Leipziger Buchmesse 2010 vorgenommen, unter jugendlichen Internetnutzern zwischen zwölf und neunzehn Jahren.

Zwei Drittel der Befragten gaben an schon einmal kostenpflichtige Programme, Lieder und / oder Spiele über das Internet an andere weitergeleitet zu haben. Davon waren sich 87 Prozend durchaus bewusst, dass ihr Handeln illegal ist, jedoch empfanden 45 Prozent davon ihr Tun nicht als Falsch.

Jeder fünfte räumte, passend zu der Location der Umfrage, ein, schon einmal E-Books und / oder Hörbücher online getauscht zu haben. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins sagte dazu:
"Die Umfrage zeigt, wie wichtig es ist, über die Konsequenzen von Filesharing und Datendiebstahl zu informieren."

"Junge Leute sind die Zukunft des Markts. Wir müssen Wege finden, ihnen die Folgen ihres illegalen Handelns klar zu machen. Viele junge Leute glauben, sich beispielsweise Bücher illegal im Netz zu besorgen, sei etwas anderes, als einen Roman in der Buchhandlung zu stehlen. Da fehlt ihnen jedes Unrechtsbewusstsein. Hier müssen wir Aufklärungsarbeit leisten."

In genauen Zahlen, waren es 37,2 Prozent der Befragten die nach ihrer eigenen Aussage noch nie Filesharing betrieben haben und 62,8 Prozent die es offen zugeben, aber meist doch mit einer kleinen Ausrede auf den Lippen.

So sagte eine der Besucherinnen auf der Buchmesse in einem Interview: " Ich habe Mir zuletzt Hörbücher runtergeladen. Ich habe nicht viel Geld und denke auch nicht, dass der Autor viel mehr Geld kriegen würde, wenn ich dafür bezahle. Ich glaube, dass Hörbücher gar nicht so oft gezogen werden, deshalb fühle ich mich nicht ganz so schuldig"

Man weiss zwar nicht genau, wie es ausschaut, wenn sich jemand schuldig, aber nicht ganz so schuldig fühlt, jedoch glaubt Skipis, dass die Aufklärung der Jugend wichtiger sei als neue Verbote und Einschränkungen.