Die Schlacht zwischen Hackern und der Justiz geht in die nächste Runde: das FBI, seines Zeichens amerikanische Bundespolizei, nahm nach eigenen Angaben 16 mutmaßliche Mitglieder des Kollektivs "Anonymous" fest.

Zu diesen Festgenommenen gesellen sich noch vier weitere Verhaftete aus den Niederlanden und ein Verdächtiger aus Großbritannien. Der Vorwurf gegen diese Personen lautet "Verschwörung sowie vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer".

Aufgrund der Cyberattacken, die in letzter Zeit immer häufiger auf diverse Unternehmen und Organisationen erfolgten, wurden ingesamt 35 Haftbefehle ausgestellt. Bereits in der Nacht auf Mittwoch erfolgten Razzien im US-Staat New York durchgeführt und dabei mehrere Computer beschlagnahmt.

Den Verdächtigen wird vom FBI eine Verbindung zur Attacke auf PayPal im Dezember 2010 nachgesagt. Der Angriff fand statt, nachdem sich die Bezahlplattform als Reaktion auf die WikiLeaks-Enthüllungen nicht mehr in der Lage sah, weiterhin Spenden an die Enthüllungsseite, die mit spektakuären Leaks geheimer US-Dokumente weltweit von sich reden gemacht hat, zu übermitteln. Außerdem wurden die Seiten von Visa und Mastercard aus den selben Gründen korrumpiert und waren ebenfalls temporär nicht erreichbar.