Adobe trägt die Plattform Flash langsam offiziell zu Grabe, die seit fast zwei Jahrzehnten nicht nur für bunte, animierte Bilder im Internet sorgt, sondern auch für starke Kritik.

Dadurch die Technik sowohl animierte Bilder als auch Ton gleichzeitig darstellen kann, stieg Flash in den Neunzigern immer weiter auf. Webseiten waren nicht mehr nur grau, sondern animiert. Später wurden damit sogar Spiele umgesetzt – das Internet wurde viel interaktiver, was in gewisser Weise die Konzerne dazu brachte, auch die Internetverbindungen immer schneller zu machen.

Den Höhepunkt erreichte Adobe schließlich Mitte der 2000er, als YouTube startete und jeder plötzlich Videos schaute – natürlich in Flash.

Flash - nach dem Aufstieg der Fall

Zwar gab es immer wieder Kritik, doch der Fall von Flash begann erst durch Apple. Steve Jobs präsentierte 2007 das erste iPhone, mit dem man im Internet surfen konnte. Nur eine Sache fehlte: Flash. Jobs hatte Flash ohnehin den Kampf angesagt und die Technik als viel zu langsam, unsicher, fehleranfällig und vor allem als Stromfresser bezeichnet.

Auch andere Hersteller sprangen auf den Zug in den darauffolgenden Jahren auf. Inzwischen ist Flash beinahe nur noch eine Randerscheinung, die zwar weiterhin im Internet Verwendung findet, aber immer mehr und mehr durch HTML 5 vertrieben wird. Auch auf YouTube werden die Videos mit HTML 5 wiedergegeben.

Adobe ersetzt Flash

Adobe will zum Großteil nicht mehr länger auf Flash setzen und ruft die Entwickler dazu auf, doch künftig den HTML-5-Standard zu verwenden. Somit wird ab dem kommenden Jahr auch kein Flash Professional CC mehr von Adobe vertrieben, sondern stattdessen das Programm Animate CC, welches wiederum HTML 5 und Web GL unterstützt.

Das Unternehmen arbeitet zudem an einem entsprechenden Videoplayer in HTML 5 für Desktop-Browser, der von Mobile-Geräten bereits unterstützt wird. Gänzlich verschwinden wird Flash wohl aber nicht, zumal Animate CC diese Technik ebenso unterstützt. Gerade bei Onlinespielen soll Flash noch Verwendung finden, da Adobe zufolge die neuen Standards hier noch nicht leistungsfähig genug wären.

So oder so dürften künftig immer weniger Entwickler auf Flash setzen.

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