Dass es dem einstigen Internet-Wunderkind Zynga nicht besonders gut geht, sollte spätestens seit den massenhaften Entlassungen und Schließungen von einzelnen Firmenzweigen bekannt sein. Auf der Suche nach alternativen Geschäftsmöglichkeiten scheint das US-Unternehmen auch mit echtem Glücksspiel experimentieren zu wollen. Doch den Antrag auf eine Glücksspiel-Lizenz in den USA zog Zynga nun zurück.

Zynga - Zynga zieht Antrag auf Glücksspiel-Lizenz zurück

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Glücksspiel soll ja eine Mafia-Domäne sein
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Anfang des Monats bat Zynga in Nevada vor dem Nevada Gaming Control Board um eine Rücknahme eines Antrags um eine Glücksspiel-Lizenz vom Dezember letzten Jahres. Die Nevada Gaming Commission stimmte schlußendlich der Bitte um eine Rücknahme zu. Den Grund nannte Zynga in seinem Bericht für das 2. Quartal:

"Zynga ist der Meinung, dass seine größte Möglichkeit darin besteht, sich auf soziale Free-To-Play-Spiele zu konzentrieren. Während das Unternehmen weiterhin seine Echtgeld-Spieleprodukte in Großbritannien auswertet und testet, hat sich Zynga dazu entschieden, keine Echtgeld-Spiele-Lizenz in den USA zu erwerben. Zynga wird weiterhin seine Prioritäten und Möglichkeiten in einem wachsenden Markt an kostenlosen Social-Games, inklusive Social-Casino-Angeboten auswerten."

Mit ZyngaPlusPoker bietet das Unternehmen also weiterhin ein Onlinespiel mit Echtgeld-Einsätzen an, das den englischen Kunden angeboten wird.

Es bleibt natürlich auch die Frage, ob Zynga befürchtete, in den USA an Ansehen zu verlieren, wenn sie ins Glücksspiel-Geschäft einsteigen.