Recht kuriose Begebenheiten tun sich manchmal auf, wenn Fehler auftreten. In diesem Fall eine falsche Verlinkung Zyngas auf die Emailadresse einer gänzlich firmenfremden Person. Doch statt die Hilferufe der Coasterville-Spieler zu ignorieren, antwortete Eric Mueller - auf seine Weise.

Zynga - Zynga leitete Coasterville-Spieler bei Problemen an fremde Person weiter

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Zyngas Problemlösung scheint selbst ein Problem
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Das einstige Facebook-Wunderkind Zynga steckt momentan ziemlich in der Bredouille. Der schwächelnde Umsatz führt zum Spieleschwund, und der wiederum zur Schließung von Studios und der Entlassung von Mitarbeitern.

Wurden letzten Oktober erst 150 Mitarbeiter entlassen und mindestens ein Studio geschlossen, kamen in diesem Jahr bereits weitere 550 Mitarbeiter hinzu, die ihren Job verloren. Zudem musste Zynga weitere vier Studios schließen. Darunter das, erst vor einem Jahr für sündhafte 180 Millionen Dollar erstandene New Yorker Studio OMGPOP, das in Zynga New York umbenannt wurde.

Etwas muss sich ändern, dachte sich wohl auch die Führungsriege von Zynga und engagierte Microsofts Chef der Abteilung Interactive Entertainment Business, Don Mattrick als neuen CEO des angeschlagenen Online- & Mobile-Spieleanbieters.

Wie schlecht es wirklich um Zynga steht, muss man sich wohl fragen, wenn man die kuriose Story von Eric Mueller liest, einem Besitzer einer Webdesign-Firma. Denn Zynga verwies Spieler seines Onlinespiels Coasterville bei Problemen, wahrscheinlich aus Versehen, an Eric Muellers Emailadresse unter der Domain themepark.com.

Trotz seiner Kontaktversuche und Verweise auf diesen offensichtlichen Fehler, blieb Zynga tatenlos und antwortete erst gar nicht auf die Emails. Stattdessen trudelten massig Anfragen von Coasterville-Spielern ein, die nach einer Lösung für ihre Probleme suchten.

Statt die Mails zu ignorieren, fungierte Eric Mueller als unverhoffter Kundenservice. Allerdings stellten seine Antworten wohl eher keine zufriedenstellende Hilfeleistung dar:

  • "Ich weiß, dass die Technik-Abteilung an Canada Day (kanadischer Nationalfeiertag) die ".ca" Server mit der kanadischen Flagge umhüllen und dann einen Teller Poutine (kanadisches Nationalgericht bestehend aus Pommes, Käsestücken und Bratensoße) obendrauf stellen. Das kann manchmal dazu führen, dass die Server überhitzen. Und manchmal tropft auch etwas Bratensoße in die Module. Ich dachte mir, dass dies der Grund sein könnte, aber ich hab bei den Technikern für die kanadischen Server angefragt und sie teilten mir mit, dass Canada Day ohne Probleme vonstatten ging und die Server ihre Pausen genossen haben und nun ohne Probleme weiterlaufen."
  • "Bezüglich der goldenen Schatztruhe verstehe ich, was Sie meinen; Ich habe hier keine Aufzeichnung, die gezeigt hätte, dass Sie 'Anzeigen' geklickt haben, um die Truhe zu öffnen. Versuchen Sie bitte, die Truhe fünf Mal ganz langsam anzuklicken. Normalerweise wird dadurch garantiert, dass definitiv erkannt wird, dass sie geöffnet wurde. Klicken, für ein paar Sekunden warten, und dann noch weitere vier Mal wiederholen."
  • "Das ist tatsächlich ein bekanntes Problem mit Coasterville-Servern. Und ich habe hier auch eine Lösung aus der Technik-Abteilung für Sie. Es mag etwas seltsam anmuten, aber so funktioniert es, Sie müssen auf die Profile von fünf Ihrer Facebook-Freunde und dies auf ihrer Pinnwand hinterlassen: 'Ich liebe Braunbären, Klappstühle und kurze, lockige Haare!'"

Mittlerweile hat Zynga das Problem mit der Umleitung beseitigt. Es ist leider nicht bekannt, ob die Coasterville-Spieler, die Eric Mueller beraten hat, seine Lösungsvorschläge umgesetzt haben.