Zynga steckt zur Zeit knietief in finanziellen Problemen. Doch die scheinen das Unternehmen wohl nicht davon abzuhalten, auch anderen Probleme zu bereiten. So verklagte Zynga gerade CEO Colin Hodge und seine Truppe rund um die Facebook-Sex-App Bang with Friends.

Zynga - Unternehmen verklagt Macher der Sex-App Bang with Friends

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"...with Friends" scheint wohl Zynga-exklusiv zu sein
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Erst Anfang Juli wurde bekannt, dass Don Mattrick, Microsofts ehemalige Chef der Abteilung Interactive Entertainment Business das Lager verlässt und zu Zynga wechselt, um dort als neuer CEO den Kurs des angeschlagenen Onlinespiele-Unternehmens wieder in Richtung Erfolg zu ändern.

Und ein beliebtes Mittel hierzu ist scheinbar auch schon gefunden worden - Klagen. So hat Zynga die Verantwortlichen hinter der Facebook-App Bang with Friends verklagt, weil das Unternehmen der Meinung ist, dass die Entwickler der Sex-App mit Absicht die lukrative "with Friends"-Endung gewählt haben, um vom Erfolg der Zynga-Spiele, die ebenfalls mit "with Friends" enden, zu profitieren.

Damit verweist Zynga auf seine familienfreundlichen Spiele wie Words with Friends, Chess with Friends oder Hanging with Friends. Bang with Friends dagegen, hat zwar auch eine Interaktion mit Freunden im Sinne, aber weit weniger "familienfreundlich", woran sich Zynga sicher auch stören dürfte, denn mithilfe dieser App sollen Sex-Dates ausgemacht werden können, indem man angeben kann, mit welchen, seiner Freunde man gerne Sex haben möchte. Gehört man auch bei den Interessenten seiner Wahl auf der Liste an Wunschkandidaten, vermittelt die App die betreffenden Personen. Alles weitere liegt dann in den Händen der beiden.

Nun versucht Zynga vor Gericht erwirken zu lassen, dass die Entwickler das "with Friends" aus dem Titel ihrer App entfernen müssen und fordert einen Schadenersatz in ungenannter Höhe.

Das Geld könnte Zynga auch gut gebrauchen. Allein im zweiten Quartal 2013 fielen die Einkünfte im Vergleich zum Vorjahr um satte 31 Prozent auf 231 Millionen US-Dollar. Insgesamt musste das Unternehmen einen Nettoverlust von 16 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Zu allem Überfluss nimmt auch die Zahl der Nutzer immer weiter ab. So nutzen nur noch 33 Millionen Spieler die Angebote von Zynga, während es im Vorjahr noch 72 Millionen Leute waren. Das macht einen Rückgang von rund 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, ein fataler Rückgang.

Auch wurde bekannt, dass nun drei weitere Führungskräfte das sinkende Schiff verlassen haben. Neben John Osvald, Senior Vice Presidents of Games, Nathan Etter, Vice President of Games auch noch Jesse Jasonov, Zyngas Vice President für die Casino-Division.

Ob es Don Mattrick als neuer CEO gelingen wird, Zynga wieder an die Spitze zu befördern, bleibt fraglich. Ganz sicher aber nicht mit Klagen.