Zoo Empire (PC-Test)
(von Virgel)

Alles in deiner Hand: Es hört sich an wie ein Märchen, ist aber wahr. Seit heute mußt du arbeiten und zwar als Zoodirektor. Schöner kann es kaum kommen, da schickt man grade seine Bewerbung ab und kurz darauf ist man Verwalter eines ganzen

Tierreichs und weiß so gar nicht, was die eigentlich alle von einem wollen. Aber zum Glück hat man viele Helfer, welche die anfallenden Arbeiten schon richtig gut kennen und einem immer zur Hand gehen. Müssen sie ja auch, den ich bin der Boss und mein Wille geschehe :-). Also dann, laßt uns einen Zoo bauen, den die Welt noch nicht gesehen hat.

Ein Herz für Spieler
Enlight bringt mit »Zoo Empire« neue Grafik in ein altbewährtes Spielprinzip. Ob sich der Wandel gelohnt hat oder ob Enlight am Ende doch lieber beim Altbewährten hätte bleiben sollen, darüber gibt dieser Test einen Einblick. Gleich zu Anfang wirft sich dem Spieler eine quietschbunte Farbenwelt entgegen und auch das Aussehen verrät viel über die Zielgruppe.

Mit diesem Programm sollen anscheinend vor allem jüngere Spieler an den Bereich Wirtschaft und Aufbau herangebracht werden. Ist die 3D Grafik für die jüngere Generation also noch ausreichend, werden sich wohl nur wenige, die die 6.Klasse erreicht haben, mit dieser Grafik anfreunden können. Zu überproportional werden die Geschäfte und Gegenstände, die man im Zoo platzieren kann, dargestellt.

Auch haben Besucher und Angestellte bei noch so mieser Laune immer ein freundliches Gesicht, hier hätte es nicht geschadet, wenn man

die Gesichtszüge dem Gemütszustand angepaßt hätte. Auch sonst bietet die Grafik wenig glaubwürdige Proportionen, welche sicherlich dem Spielspaß zu Gute gekommen wären, denn das Auge spielt ja bekanntlich mit. Positiv zu bewerten sind aber die ganzen kleinen Aktionen, die Besucher und Tiere so mit sich bringen.

So fotografieren Besucher gerne die Landschaft und Tiere haben eine mehr oder weniger abwechslungsreiche eigenständige Lebenswelt, in der sie sich mittels der KI bewegen. Sie laufen nicht nur herum oder sitzen stumpf in Ecken und brüten vor sich hin. So schwingt sich ein Ameisenbärenjunges schon mal ganz gerne auf den Rücken seiner Eltern und verweilt dort eine Weile.

Im ganzen Spiel schleichen sich aber zu oft grafische Fehler ein, sodaß man daran schnell seine Freude verliert. Zum Beispiel passiert es manchmal, daß ein größeres Tier einfach zur Hälfte in einem Berg verschwindet.

Zoo Empire - Zoodirektor mit herausragenden Fähigkeiten gesucht

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Dennoch, oder aber deswegen läuft das ganze Spiel auf einem durchschnittlichen System bei hoher Leistung erstaunlich ruckelfrei und ist auch für weniger gute CPUs noch gut konfigurierbar. Das ergibt sich wohl daraus, daß man an polygonreicher Grafik gespart hat, um somit auch eine gute Performance auf kleineren Systemen erzielen zu können.Einsteigerfreundlich
Wer zum ersten Mal einen Blick in »Zoo Empire« wirft, sollte auf jeden Fall das Tutorial über sich ergehen lassen. Dieses findet man im Karrieremodus bei den Kampagnen, bei dem man sich sogar seinen eigenen Charakter erschaffen kann. Im Tutorial werden alle wichtigen

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Features ausführlich erklärt und man wundert sich später nicht, warum Tiere keine Nahrung finden, oder man keine neuen Erweiterungen erhält. Die Lernkapitel sind passend in die ersten Kampagnen eingebaut und lassen sich nach und nach durchspielen.

Die Lernkurve steigt dabei langsam und ohne Hektik an, sodaß niemand Probleme beim Lernen haben sollte. Ein weiteres Feature ist der Sandkastenmodus, bei dem man sich ein Grundstück zusammenstellen kann und hier später seinen eigenen Traumpark bauen darf. Das ganze Spiel wird mit der Maus gesteuert und hier hat man sich auch sehr viel Mühe gegeben, denn man merkt nur gelegentlich kleine Aussetzer im Spiel. So muß man beim löschen den Gegenstand öfter mit der Maus anklicken, um ihn zu treffen. Die Tastatur wird eigentlich nur zur Eingabe von Namen und zum schnellen Rein- oder Rauszoomen benutzt und selbst zu letzterem kann man ein eventuell vorhandenes Mausrad benutzen.

Daher hat man hier bewußt auf eine frei definierbare Steuerung verzichtet. Die Menüs sind alle gut zu erreichen, verwirren allerdings manchmal durch ihren Aufdruck. So findet man unter einem Button mit einem Baum keine Bäume, sondern Landschaftsveränderungen, die Höhe und Tiefe sowie die Bodenart betreffen. Eine etwas klarere Beschriftung hätte hier sicher gut getan. Eine gute und schnelle Übersicht über den Park, bietet die zuschaltbare Minikarte. Auf dieser kann man seinen ganzen Park begutachten und schnell Plätze erreichen, die man sonst nur durch langes scrollen über den Spielbildschirm erreichen würde. Wer gerne Fotos macht, verfügt in diesem Spiel über einen eingebauten Fotoapparat und kann seine Bilder sogar online stellen. Hierzu hat das Programm eine vorgefertigte Homepagefunktion.

Aus einem Guß
Ist die Grafik auch nicht aktuell und noch so sehr an Kinder gerichtet, so muß man erwähnen, daß sie wie

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aus einem Guß wirkt. Realistische Gebäude wären zwar übersichtlicher und praktischer zugleich, würden aber die so sehr in sich geschlossene Spielwelt komplett auseinander reißen.

Auch die Größenverhältnisse der Figuren fügen sich in die Umgebung ein und kein Passant sieht größer aus als ein Elefant oder ein Haus. Es ist halt alles etwas eigenwillig und vor allem gewagt. Die Musik schmiegt sich dem Spiel an und so spielt leise im Hintergrund eine Melodie, die man selten zur Kenntnis nimmt. Der Sound paßt sich zwar fast nie der Umgebung an, trifft aber immer den richtigen Ton, auch wenn das jetzt seltsam klingen mag. Lediglich einigen Tieren wurdenrecht kuriose Geräusche zugeordnet, daß man sich manchmal überlegt, was da eigentlich für Kreaturen in diesem Gehege herumrennen. Im Großen und Ganzen passen Musik und Soundausgabe aber zum Spiel. Gut ist auch, daß der Tutorialsprecher alles langsam und deutlich erklärt. So werden auch jüngere Spieler nicht überfordert.

Bärenstarker Umfang
»Zoo Empire« wird alle, die ein Herz für Tiere haben und sich an der Grafik nicht stören lassen, ein recht langes Spiel bieten. Dazu trägt auch ein sehr hoher Wiederspielwert bei, denn es gibt so viele interessante Dinge zu entdecken, daß ein schnelles Durchspielen nicht ausreicht. Allein die Fauna beinhaltet über 40 Tierarten und die Flora kommt auch nicht zu kurz.

Der Sandkastenmodus bietet ohnehin eine sehr lange Gesamtspieldauer, da man hier machen kann, was man will und der eigenen Fantasie fast keine Grenzen gesetzt sind. Man probiert aus und

beobachtet, arbeitet an neuen Gehegen für die Tiere, verwaltet Personal, forscht nach neuen Dingen, baut Attraktionen und kleine Shops und verfeinert das ganze durch Dekorationen. Lediglich die Preise für Waren, die man in seinem Park anbieten kann, sind vorgegeben. Der Eintrittspreis für den Zoo läßt sich aber flexibel bestimmen. Aber man muß nicht alles selber erledigen, denn für fast jeden Bereich im Zoo gibt es eine helfende Hand und so kann man aus mehr als 5 Personalklassen den passenden Mitarbeiter auswählen.

Leider muß man auch erwähnen, daß man bei all diesen Funktionen manchmal teilweise gar nicht zur Ruhe kommt, denn alle wollen immer irgend etwas Bestimmtes von einem. Bewohner und Besucher des Zoos haben Gedankenwolken über dem Kopf wenn sie etwas vermissen oder nicht mögen. Dumm nur, daß jede Figur im Spiel alle 2 Sekunden etwas zu meckern hat. Somit geht der Überblick recht schnell verloren. Aber am Ende kann man trotzdem nursagen, das die Entwickler in »Zoo Empire« ein sehr komplexes Aufbau- und Wirtschaftsystem eingebaut haben, das Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen fordern wird.

Die dunkle Seite
Leider besitzt »Zoo Empire« wie jedes andere Spiel auch eine dunkle Seite und diese macht leider einiges wieder kaputt. So ist das Wegfindungssystem nicht ganz perfekt und es verhungern oder verdursten Tiere, nur weil sie den Weg zur Nahrungsquelle nicht finden oder dieser blockiert ist. Die Laune der Besucher ins Positive zu wandeln ist nahezu fast unmöglich, denn jede Kleinigkeit wird aufs Korn genommen. Auch nutzen Besucher nur Sitze an Campingtischen, um ihre müden Beine auszuruhen. Freistehende Bänke werden ignoriert und zieren lediglich die Landschaft. Manchmal haben Zoomitarbeiter auch ganz andere Dinge im Kopf und unterhalten sich viel lieber, als den Tieren die benötigte Nahrung zu verabreichen. Aber man kann auf noch so vielen kleinen Details herumreiten, am Ende bleibt »Zoo Empire« ein gutes

Aufbau- und Wirtschaftsspiel, das sicherlich viele Käufer in seinen Bann ziehen wird. Des weiteren ist zu erwähnen, daß der verwendete Kopierschutz sehr schlecht ist und bei den heutigen Systemkonfigurationen der Kunden als weltfremd gelten muß. Die Testversion zwang uns, einige installierte handelsübliche CD/DVD Emulatorprogramme zu entfernen, bevor sich das aufgespielte Spiel starten lies. Hier muß dringend noch mit einem Patch nachgebessert werden, da ein derartiger Eingriff in die Privatsphäre eines Kunden heutzutage nicht mehr zeitgemäß erscheint.sagen, das die Entwickler in »Zoo Empire« ein sehr komplexes Aufbau- und Wirtschaftsystem eingebaut haben, das Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen fordern wird.

Die dunkle Seite
Leider besitzt »Zoo Empire« wie jedes andere Spiel auch eine dunkle Seite und diese macht leider einiges wieder kaputt. So ist das Wegfindungssystem nicht ganz perfekt und es verhungern oder verdursten Tiere, nur weil sie den Weg zur Nahrungsquelle nicht finden oder dieser blockiert ist. Die Laune der Besucher ins Positive zu wandeln ist nahezu fast unmöglich, denn jede Kleinigkeit wird aufs Korn genommen. Auch nutzen Besucher nur Sitze an Campingtischen, um ihre müden Beine auszuruhen. Freistehende Bänke werden ignoriert und zieren lediglich die Landschaft. Manchmal haben Zoomitarbeiter auch ganz andere Dinge im Kopf und unterhalten sich viel lieber, als den Tieren die benötigte Nahrung zu verabreichen. Aber man kann auf noch so vielen kleinen Details herumreiten, am Ende bleibt »Zoo Empire« ein gutes

Aufbau- und Wirtschaftsspiel, das sicherlich viele Käufer in seinen Bann ziehen wird. Des weiteren ist zu erwähnen, daß der verwendete Kopierschutz sehr schlecht ist und bei den heutigen Systemkonfigurationen der Kunden als weltfremd gelten muß. Die Testversion zwang uns, einige installierte handelsübliche CD/DVD Emulatorprogramme zu entfernen, bevor sich das aufgespielte Spiel starten lies. Hier muß dringend noch mit einem Patch nachgebessert werden, da ein derartiger Eingriff in die Privatsphäre eines Kunden heutzutage nicht mehr zeitgemäß erscheint.