Die meisten Spiele konzentrieren sich voll und ganz auf das actiongeladene Gameplay und liefern die Story nur als Nebenbei-Produkt für das Spielgeschehen. Das soll beim Action-Adventure Yakuza (erscheint im September) ganz anders werden. Neben spannenden Kampfszenen im authentischen Tokio soll besonders großer Wert auf die Dramaturgie und Entwicklung der Story gelegt werden. Dafür verantwortlich ist der in Japan bekannte Chefdramaturg Seishu Hase, der nun tiefe Einblicke in seine Arbeit gewährt:

"Yakuza ist ein spannungsgeladenes Action-Adventure, das aufgrund des dicht gewobenen Erzählstrangs in seinem Genre einzigartig ist. Allerdings konnten wir dies nur erreichen, indem wir die Elemente 'Story' und 'Action' perfekt miteinander zusammenarbeiten ließen, d.h. Auseinandersetzungen wie zum Beispiel Schlägereien mussten Sinn machen. Und damit meine ich nicht das übliche Spielprozedere, dass man bei einem Sieg über seine Gegner z.B. in den nächsten Level kommt oder seine Ausrüstung verbessert. Genau genommen beginnen die Auseinandersetzungen schon weit vor der eigentlichen Schlägerei: Der Storyverlauf muss über einen geschickt dosierten Spannungsbogen verfügen, der an seinem dramaturgischen Höhepunkt eskaliert. An exakt diesem Punkt muss der Spieler einfach intuitiv das Gefühl haben, dass ein Aufeinandertreffen unausweichlich ist - er muss diesen Konflikt förmlich wollen und herbeisehnen. Nur so werden er und das Spiel eins, und nur so fühlt er sich wirklich gut unterhalten!" so Seishu Hase.

"Wenn man dies als Autor und Spieldesigner richtig umsetzt, ist es manchmal sogar egal, wie der Kampf oder eine andere Art von Konflikt ausgeht - was letztlich zählt, ist das diese Situation den Storyverlauf sinnvoll weiterbringt, einerseits den Faden und das Ziel der Erzählung nicht verlässt aber gleichzeitig auch neue Perspektiven und Wendungen aufzeigt. Generell gilt: egal ob ich einen actionreichen Thriller oder eine Liebesgeschichte erzähle, es ist die Harmonie der Dramaturgie mit der Herkunft und dem Schicksal der Charaktere, die den Reiz ausmachen."

"Das ist es, was in uns eine Illusion erzeugt - und die maximale Motivation, mehr zu erfahren. Im TV oder Kino erlebe ich das Ganze als Zuschauer, aber im Videospiel bin ich ein entscheidender Teil dieser Handlung, sozusagen der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Genau das ist es, was mich an der Arbeit für Yakuza so fasziniert hat. Und ich hoffe, dass auch die Spieler in Europa etwas von dieser Faszination spüren, wenn sie Yakuza spielen werden!" schließt Seishu Hase ab.

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