Wenn es mit Affenzahn durch Stock und Stein geht, dann ist meistens der ADAC nicht weit: Schwere Karambolagen und zertrümmerte Wagen sind die Folge unerfahrener Rallypiloten. Damit diesen wenigstens eine schöne Szene geboten wird, während man den eigenen Wagen in den nächsten Graben setzt, hat sich das Entwicklerteam von Techland besonders viel Mühe gegeben, das Schadensmodell so realistisch wie möglich zu machen und selbst das war für sie noch nicht realistisch genug: Selbst Verletzungen des Fahrers wirken sich direkt auf das Fahrverhalten aus!

Kommen wir zuerst zum Schadensmodell:

Die Parameter aller Objekte im Spiel sind vollständig konfigurierbar, so dass man zahlreiche Optionen frei festlegen kann. Zu diesen gehören z.B. die Werte für Reibung und Elastizität, die Anzahl der Freiheitsgrade, Höchstgeschwindigkeiten und noch viele mehr. Bei Kollisionen hat dadurch jedes Objekt auf und neben der Strecke abhängig von seinen physikalischen Parametern einen individuellen Einfluss auf das Fahrzeug.
Dadurch, dass wirklich jedes Objekt dank der Open Dynamics Engine den physikalischen Gesetzen unterworfen ist, wird dem Spieler ein sehr hoher Realitätsgrad präsentiert. Ein kleiner Vergleich: Während man nach der Kollision mit Kunststoffpfosten am Streckenrand nur kleinere Dellen in der Stoßstange oder der Motorhaube vorfindet und der Lack darunter leidet, haben Straßenschilder mehr Einfluss auf das Auto.

Schilder sind schwerer und härter als Kunststoffpfosten, so dass bei einer Kollision die auftretenden Kräfte den Schaden am Fahrzeug vergrößern. Alle Fahrer sind sich dieser verschiedenen Wirkungen bewusst und wenn sie beim Rammen die Wahl haben zwischen einem Kunststoffpfosten und einem Straßenschild, nehmen sie den Pfosten und schonen sich und ihr Fahrzeug.

Neben den Schäden durch Kollisionen wird auch der Verschleiß simuliert, dem die meisten wichtigen Fahrzeugteile unterliegen. Dementsprechend werden diejenigen Fahrer, die spektakuläre Fahrten mit langen Drifts und oft blockierenden Rädern mögen, öfter in neue Reifen investieren müssen.
Der Verschleiß ist sowohl für die fahrerische als auch für die wirtschaftliche Seite des Spiels von Bedeutung.
Spieler, die sauber und effektiv fahren und ihre Fahrzeuge nicht allzu sehr beschädigen, werden niedrige Reparaturkosten haben und das Rennen höchstwahrscheinlich erfolgreich abschließen.
Wenn man jedoch eine Fahrt mit einem schwer beschädigten Auto riskiert, sind Fehlfunktionen auf Grund von verschlissenen Teilen zu erwarten. Das führt dazu, dass sich das Fahren viel schwieriger gestaltet oder sogar ganz unmöglich wird.
Das derzeit wohl innovativste Feature in Rallyspielen bietet sich in Xpand Rally in Form von Verletzungen des Fahrers. Bei Kollisionen mit verschiedenen Objekten wird der Fahrer ebenfalls verletzt, was sich je nach Art der Verletzung auf das Fahrverhalten auswirkt.
Diese Verletzungen werden simuliert und symbolisch dargestellt, indem die Farben verschiedener Anzeigen geändert werden. Der Gesundheitszustand des Fahrers beeinflusst direkt, wie er auf plötzliche Situationen auf der Straße reagiert und wie gut er mit dem Auto umgeht. Kopfverletzungen können verschwommene Sicht verursachen und damit das Urteilsvermögen und die Reaktionszeit des Fahrers beeinträchtigen. Verletzungen an den Gliedern können die Reaktionen auf Kurvenfahrten, Beschleunigen und Bremsen verändern. Das ist ganz genau so wie im wirklichen Leben. Wenn ein Fahrer Schmerzen in der Schulter beklagt, kann er nicht so gut oder schnell mit dem Lenkrad umgehen, als wenn er gesund wäre.
Wie das ganze im Spiel aussieht, könnt Ihr Euch in unserer Screenshotsektion zu Gemüte führen. Auf 23 neuen Screenshots dürft Ihr das Schadensmodell und die Umgebungen begutachten und falls Euch das immer noch nicht ausreicht, haben wir ein neues Video zum Schadensmodell unter der News für Euch. Viel Spaß beim Anschauen!

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