Das Kampfsystem von Xenoblade findet in Echtzeit statt. Ihr könnt euch beliebig um eure(n) Gegner herumbewegen und in der Skill-Leiste die nächste Technik auswählen, die ihr durchführen wollt. Dabei hat jede dieser Techniken eine Abklingzeit, nachdem ihr sie eingesetzt habt – solange diese anhält, könnt ihr sie nicht noch einmal ausführen. Techniken können sowohl bestimmte Angriffe als auch Schutz-, Stärkungs- oder Schwächungszauber sein. Die Abklingzeiten unterscheiden sich je nach Aktion teilweise stark, sodass es sinnvoll sein kann, diejenigen Techniken mit den längsten Abklingzeiten zu Beginn des Kampfes bereits einzusetzen – dies hängt allerdings ganz von eurem Spielstil und dem Gegner ab, der euch gegenübersteht. Im Folgenden ein paar nützliche Tipps:

Xenoblade Chronicles 3D: Kämpfe

1. Leitet selbst den Kampf ein
Wollt ihr ein Monster angreifen, das in der Spielwelt herumstreift, solltet ihr unbedingt darauf achten, es zuerst anzugreifen und nicht umgekehrt. Führt ihr nämlich hinterrücks den Erstschlag durch (wahlweise durch „Kämpfen“ oder den Einsatz einer Technik), habt ihr zu Beginn des Kampfes durch ein Quick-Time-Event die Gelegenheit, mit einem Ruf den Mut eurer Mitstreiter zu erhöhen.

2. Perfektioniert die Quick-Time-Events
Innerhalb eines Kampfes kann es immer wieder zufällig zu einem Quick-Time-Event kommen, in dem ihr im richtigen Moment (sobald die Kreise ineinander übergehen) eine Taste drücken müsst. Das ist zunächst noch etwas gewöhnungsbedürftig, fühlt sich aber auf Dauer ganz natürlich an. Schließt die QTEs so perfekt wie möglich ab, um Kurzzeitboni zu aktivieren oder Angriffsketten zu verlängern.

Xenoblade Chronicles 3D - Launch Trailer2 weitere Videos

3. Findet euren favorisierten Hauptcharakter
„Spielstil“ steht in diesem Fall für euren persönlichen präferierten Charakter. Ihr müsst in Xenoblade nicht die ganze Zeit nur Shulk steuern, sondern könnt außerhalb des Kampfes auch festlegen, stattdessen auf Reyn, Sharla oder eine der anderen Figuren umzuschalten. Je nachdem, welche Figur ihr gewählt habt, unterscheidet sich der Verlauf des Kampfes ganz massiv, da ihr plötzlich komplett unterschiedliche Techniken in der Skill-Leiste wiederfindet und die Partner-KI anders agiert als ihr das vielleicht vorhersehen könnt. Sobald ihr Sharla freigespielt habt, kann es sich lohnen, mit ihr als Hauptcharakter in den Kampf gegen stärkere Gegner zu ziehen, da ihr dann als Heiler selbstständig entscheiden könnt, wer wann geheilt werden soll – andernfalls seid ihr von der Partner-KI abhängig.

Generell hat jeder Charakter Vor- und Nachteile. Shulk beispielsweise ist der optimale Allrounder, Reyn ein sehr starker Kämpfer, der die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich ziehen kann, um seine Mitstreiter zu schützen. Sharla ist eine Fernkämpferin und Heilerin, Melia ein offensiver Magier. Die Rolle der jeweiligen Spielfiguren wird innerhalb des Spielverlaufs und der Story gut erklärt, sodass ihr schnell erkennen könnt, welche Figur welche Stärken besitzt. Es kann allerdings durchaus sinnvoll sein, immer mal wieder einen anderen Charakter auszuprobieren – speziell dann, wenn ihr mal an einem besonders schweren Gegner festhängt. Experimentieren kann also zum Erfolg führen!

4. Lernt das richtige „Haushalten“ mit Techniken
Habt ihr zu Beginn nur eine Handvoll an Techniken zur Verfügung, lernt ihr im Spielverlauf immer mehr neue Techniken dazu, die die Kämpfe wesentlich komplexer und tiefgründiger gestalten. Schon bald habt ihr mehr als acht Techniken erlernt – dann müsst ihr im Menü selbst festlegen, welche Techniken im Kampf verfügbar sein sollen und welche ihr für unwichtig erklärt und beiseite schiebt.

Da die Techniken teilweise nur in Kombinationen mit anderen Techniken sinnvoll sind und gänzlich verschiedene Abklingzeiten haben, gilt es, mit eurem Arsenal effizient zu „haushalten“. Übersetzt heißt das so viel wie: Bekommt ein Gefühl dafür, welche Technik ihr wann verwenden könnt und welche ihr lieber für den richtigen Moment aufheben solltet. Dieses Gefühl stellt sich nach einiger Spielzeit von selbst ein. Generell können wir euch aber auf jeden Fall dazu raten, Techniken mit kurzer Abklingzeit so oft wie möglich einzusetzen, da ihr die Abklingzeit problemlos mit anderen Techniken überbrücken könnt.

Gegen normale und gegen schwache Gegner, auf die ihr in der Spielwelt sowieso ständig trefft, lohnt sich das Haushalten jedoch nur bedingt – hier macht es meist am meisten Sinn, einfach aus allen Rohren zu feuern und den Gegnern die Techniken nur so um die Ohren zu hauen! Im Regelfall gehen diese dann nach kurzer Zeit zu Boden, weshalb es sinnlos wäre, die besten Techniken aufzuheben. Allerdings solltet ihr vorher sichergehen, ob es sich wirklich um einen schwachen Gegner handelt.

Diverse Techniken, darunter zum Beispiel Shulks „Backslash“ bzw. „Rückschlag“, wirken übrigens nur dann richtig, wenn sie von einer bestimmten Position aus eingesetzt werden – mit dem Rückschlag solltet ihr dem Gegner also von hinten eins überziehen und nicht von vorne oder der Seite. Setzt ihr diese Techniken von der falschen Position aus ein, wird deren Stärke oft erheblich reduziert.

5. Bleibt für Auto-Angriffe nahe am Gegner
Setzt ihr nicht gerade eine spezielle Technik ein, führen alle Charaktere in regelmäßigen Abständen automatische Standardangriffe durch. Diese richten zwar nur bedingt Schaden an, haben allerdings keine Abklingzeiten und laden umgekehrt sogar die Spezialtechnik auf. Damit die Auto-Angriffe aber auch stattfinden können, müssen sich die Charaktere nah genug am Gegner befinden – lauft deshalb zu Beginn des Kampfes direkt auf euren Feind zu und positioniert euch dann am besten in seinem Rücken, aber genau nahe genug für den Auto-Angriff.

6. Findet das richtige Team für jeden Kampf
Ab einem gewissen Punkt im Spiel seid ihr mit mehr als nur drei Charakteren unterwegs, im Kampf können jedoch immer nur drei aktiv teilnehmen. Ihr müsst euch also im Menü auf ein Dreierteam festlegen, mit dem ihr in die kommenden Kämpfe zieht. Was für ein Team ihr wählt, ist euch komplett selbst überlassen – es macht jedoch wenig Sinn, beispielsweise drei offensive Charaktere zu wählen und keinen Heiler mitzunehmen. Umgekehrt macht ein Team aus Heilern und Magieren natürlich auch keinen Sinn, da alle drei Figuren wahrscheinlich recht schnell das Zeitliche segnen werden. Hier gilt es, die optimale Balance zu finden. Als effizient hat es sich für uns erwiesen, stets einen starken Verteidiger dabei zu haben, der die Wut der Feinde auf sich zieht und die anderen schwächeren Charaktere somit vor Angriffen beschützt – dadurch ist eine gute Balance gewährt.

Es bekommen auch die Charaktere Erfahrung gutgeschrieben, die nicht aktiv am Kampf mitgewirkt haben. Dadurch ist es auch später noch möglich, eine Figur in das aktive Team zu ziehen, mit der ihr vorher so gut wie gar nicht gespielt habt. Hier bietet sich also auch spät im Spiel noch die Möglichkeit, mit der Charakter-Konstellation zu experimentieren und alles auf den Kopf zu stellen. Das kann zwischendurch auch wirklich sinnvoll sein und eurer Kampftaktik frischen Wind verleihen.

7. Werft eure Gegner um (wichtig für bestimmten Gegnertyp!)
Indem ihr mehrere entsprechende Techniken aneinanderreiht, könnt ihr Gegner zum Schwanken bringen und schließlich umwerfen. Das ist insbesondere für einen bestimmten späteren Gegnertyp von allergrößter Bedeutung, da ihr diesen ohne das Umwerfen nicht besiegen könnt! Liegt ein Gegner kurzzeitig am Boden, ist er von allen Seiten schwer verwundbar und kann nicht angreifen.

Um einen Gegner umzuwerfen, müsst ihr ihn zunächst durch eine Technik mit einem ersten Charakter zum Schwanken bringen, beispielsweise durch Shulks „Klingenstrom“ oder „Drehschlag“. Beginnt der Gegner zu schwanken, wird dies auf dem Kampfbildschirm signalisiert. Nun gilt es, ihn mit einer zweiten Technik umzuwerfen; hierfür ist Reyn vor allem in den ersten Dutzend Spielstunden die erste Wahl. Allerdings könnt ihr bekanntermaßen nur einen einzigen Charakter innerhalb des Kampfes steuern, weshalb ihr von der Partner-KI abhängig seid. Spielt ihr Shulk und habt den Gegner zum Schwanken gebracht, sollte Reyn im Regelfall automatisch die richtige Technik ausführen, um ihn umzuwerfen. Umgekehrt könnt ihr einen Gegner als Reyn allerdings nur dann umwerfen, wenn die Partner-KI vorher beschlossen hat, den Gegner zum Schwanken zu bringen.

Durch sogenannte Angriffsketten habt ihr jedoch eine weitere Möglichkeit, das Umwerfen zu bewerkstelligen, ohne auf die Partner-KI angewiesen zu sein. Mehr dazu erfahrt ihr im nächsten Tipp.

8. Setzt mächtige Angriffsketten ein
Angriffsketten bieten euch die Gelegenheit, die Zeit kurz „einzufrieren“ und drei oder mehr Techniken hintereinander auszuführen. Dabei startet ihr die Angriffskette mit eurer aktuell gespielten Figur und wechselt anschließend zum zweiten bzw. dritten Begleiter. Gelegentlich bietet sich die Chance auf eine Verlängerung der Angriffskette – hierzu müsst ihr das Quick-Time-Event bestehen, um noch eine oder gar zwei weitere Techniken anzuhängen. Die Wahrscheinlichkeit dieser Verlängerung der Angriffsketten könnt ihr erhöhen, indem ihr die Harmonie der Charaktere steigert. Eine Angriffskette dauert in jedem Fall mindestens drei, maximal fünf Techniken bzw. Züge an. Das Praktische an Angriffsketten ist zudem, dass euch alle Techniken außer der Spezialtechnik zur Verfügung stehen, auch, wenn sich die Techniken eigentlich gerade in der Abklingphase befinden.

Dadurch dass ihr während einer Angriffskette auch die Kontrolle über eure Mitstreiter ergreift, bieten sich neue taktische Möglichkeiten. Eine äußerst sinnvolle Kombination wäre beispielsweise:

Shulk: „Klingenstrom“ – Reyn: „Niederschlag“ – Dunban: „Stahlstoß“

Diese Angriffskette würde, anschaulich dargestellt, folgendes bewirken: Shulk bringt den Gegner mit Klingenstrom zum Schwanken, Reyn wirft den schwankenden Gegner um. Dunbans Stahlstoß ist ebenfalls eine Technik zum Umwerfen, die in diesem Fall die Zeit, die der Gegner am Boden liegt, zusätzlich verlängert. Dadurch habt ihr den Gegner nicht nur umgeworfen, sondern habt nun auch einige Sekunden, um ihm auch mit euren anderen Techniken nach der Angriffskette einzuheizen.

Techniken haben unterschiedliche Kategorien, erkennbar an der Farbgebung der jeweiligen Technik. Reiht ihr in einer Angriffskette mehrere Techniken gleicher Kategorie aneinander, wird die Stärke der folgenden Techniken erhöht – bei einer 2er Combo verdoppelt, bei einer 3er Combo gar verdreifacht.

Um eine Angriffskette einsetzen zu können, muss die blaue Gruppenleiste komplett gefüllt sein. Diese lädt sich bei einem Kampf automatisch durch Zurufe, besiegte Gegner und bestimmte Techniken auf. Eine Angriffskette leert die Leiste jedoch auf einen Schlag komplett – ihr solltet also auch darauf achten, für etwaige Gegenangriffe nach der Combo genügend HP auf dem Buckel zu haben, da das Wiederbeleben mit einer leeren Gruppenleiste bekanntlich nicht möglich ist.

9. Belebt besiegte Gruppenmitglieder wieder
Geht ein Gruppenmitglied im Kampf zu Boden, ist das noch nicht das Ende der Geschichte. Ihr könnt besiegte Kameraden wiederbeleben, indem ihr einfach zu ihnen lauft und die angezeigte Taste drückt. Doch Vorsicht: Sobald zwei Mitglieder besiegt sind, gilt die Aufmerksamkeit des Gegners alleine euch, sodass ihr aufpassen müsst, nicht selbst sofort niedergeschlagen zu werden. Zudem verbraucht das Wiederbeleben einen Teil der blauen Gruppenleiste, die auch für Angriffsketten wichtig ist. Ist die Leiste leer, könnt ihr besiegte Kameraden nicht wiederbeleben!

10. Visionen und Monadotechniken
Ab einem bestimmten Punkt recht früh in der Haupthandlung erhält Shulk das legendäre Schwert Monado. Dieses ist nicht einfach irgendeine Waffe, sondern absolut essentiell für den Verlauf der Story und auch für das Kampfsystem. Im Kampf gegen die Spinn-Königin in der Tephra-Höhle lernt ihr, richtig mit dem Monado umzugehen. Ab sofort erhält Shulk des Öfteren Visionen, in denen er schwere, oft tödliche (Spezial-)Angriffe der Gegner vorhersieht. Kurz nach der Vision wird eine Leiste als eine Art Countdown erscheinen, die die Zeit bis zum vorhergesehenen Angriff visualisiert.

Um diesen tödlichen Angriff zu vermeiden, könnt ihr eure Mitstreiter als Shulk wahlweise warnen oder sie mit der Spezialtechnik „Schild“ schützen. Achtet hierbei darauf, dass jede Spezialtechnik eine komplett gefüllte Spezialleiste benötigt, um eingesetzt werden zu können!
Haltet euch fern von Monstern höherer Stufen

Zum Abschluss noch ein genereller Hinweis: Ihr solltet euch unbedingt fernhalten von Monstern, deren Stufe deutlich über eurer liegt und die rot markiert sind. Diese machen euch im Kampf gnadenlos nieder – macht euch also gar nicht erst die Hoffnung, sie doch irgendwie bezwingen zu können. Besondere Gefahr geht selbstverständlich von denjenigen Monstern aus, die zusätzlich zu ihrer höheren Stufe auch noch aggressiv sind und selbstständig den Kampf einleiten. Hier solltet ihr besser einen großen Bogen drum machen, wenn ihr nicht beim letzten Reisepunkt neu starten wollt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: