Als die Xbox One enthüllt wurde, verglichen sie einige mit einem alten VHS-Videorekorder, so klobig wirkt sie auf einige Leute. Und in gewisser Weise entspricht das in etwa dem Ziel, das Designer Carl Ledbetter und sein Team erreichen wollten - die Xbox One sollte unauffällig im Wohnzimmer verschwinden.

Xbox One - Xbox One-Designer Carl Ledbetter spricht über das klobige Design

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/13Bild 14/261/26
Die Xbox One - ein Wohnzimmer-Accessoire
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zugegeben, im Vergleich zur PS4, die auch ein auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftiges Design hat, wirkt die Xbox One wirklich klobig. Und zudem hat sie das Netzteil schon wieder extern ausgelagert. Keine elegante Lösung. Aber ansonsten hat das Team um Designer Carl Ledbetter nicht viel falsch gemacht. Immerhin war ihr erklärtes Ziel die nahtlose Einbindung der Xbox One in die restlichen Komponenten eines typischen Wohnzimmers. Das fängt schon beim 16:9-Format der Xbox One an, und wird konsequent fortgeführt. Etwa beim beleuchteten Logo, das sich automatisch abstuft, wenn wenig Licht herrscht. Damit sollen die Spieler nicht abgelenkt werden. Überhaupt soll die Xbox One als Gerät nicht aus der Masse anderer Geräte herausstechen. Alles, was sie leisten und tun soll, ist es, all die Multimedia-Features zur Verfügung zu stellen, die ein Besitzer von ihr verlangt.

"Wir wissen, dass es Leute gibt, die sie in Schlafzimmer und weitere Räume stellen", so Ledbetter. "Aber wir haben sie für die Wohnzimmer designt. Wir wissen dass diese Leute große Fernseher haben, die wahrscheinlich über eine Flat-Screen verfügen, wahrscheinlich auch hochauflösend, also für alle Bedingungen optimiert."

Das Design der Xbox One soll auch das Dashboard von Microsoft reflektieren, auch wenn es nur den wenigsten Leuten auffallen mag. Solche Details sind es, die zählen. "Uns geht es darum, eine sehr beständige und fließende Erfahrung zu kreieren, auf die man sich verlassen kann. Wenn man sie sieht, werden bereits Informationen zur Marke übermittelt, und wenn man dann tiefer eintaucht, werden die eigenen Erwartungen erfüllt."

Und was sagen Ledbetter und sein Team zum Vorwurf, die Xbox One sei zu klobig? "Alle waren frustriert, weil wir wollen, dass alles hauchdünn ist, nicht zu heiß läuft, und sich kinderleicht zusammenbauen lässt. Aber die Realität ist, dass es sehr reale Probleme mit der Kühlung gibt, wenn man einiges an Watt in den Prozessor pumpt, von daher muss die Konsole eine gewisse Größe an sich haben. Es gibt immer diese interessante Dynamik zwischen Technik und Design, und Beschränkungen bezüglich der Performance."

Doch auch Geld spielt eine Rolle beim Design, denn ein Design, das in der Produktion weitere 200 Dollar zusätzlich kosten würde, komme nun mal nicht in Frage. Und selbst wenn die Konsole auf dem Markt ist, sei seine Arbeit noch lange nicht erledigt. Im Gegenteil, Es gibt immer neue Revisionen. Und man kann wohl auch schon fast damit rechnen, dass Microsoft bereits an einer Slim-Version arbeitet.