Polygon streut neue Gerüchte zur Xbox One, die allerdings auch keine wirkliche Klarheit schaffen. Demnach soll Microsoft keine Gebühr von den Spielern verlangen, wenn diese ihr Spiel verkaufen oder reaktivieren.

Xbox One - Weitere Gerüchte zu Gebrauchtspiele-Gebühr, Microsofts Larry Hryb kommentiert

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Was stimmt denn nun? Gebühr ja oder nein?
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Originaler Wortlaut dazu: "Our sources also said that there are no plans to charge gamers a fee to sell or reactivate a used game."

Zudem bestätigt man, dass die Xbox One regelmäßig mit den Servern von Microsoft verbunden sein muss, um das Spiel durch Online-Checks zu authentifizieren. Sobald man ein Spiel installiere, werde es durch einen auf dem Datenträger vorhandenen Schlüssel (ein Patent dazu reichte auch Sony ein) mit dem Account verbunden.

Sollte man das Spiel verkaufen, wodurch es später auf einer anderen Xbox One installiert wird, wird die Autorisierung auf der Xbox One des Verkäufers zurückgenommen. Damit dieser das Spiel wieder spielen kann, muss erst der Datenträger erneut eingelegt werden.

Darüber hinaus werde es Sondercodes für ausgewählte Leute geben, die auch ohne Internetzugriff mit ihrer Xbox spielen können. Als Beispiel werden hier Soldaten in Kriegsgebieten genannt.

Auch deutet man an, dass Microsoft intern noch über das ganze System diskutiert und möglicherweise Änderungen basierend auf den Reaktionen vornehmen wird. Dementsprechend halte sich Microsoft seit der Ankündigung so bedeckt bzw. gebe schwammige Aussagen heraus.

Bislang geizt Microsoft mit Details und schaffte noch keine Klarheit, was bei einem solchen Thema völlig unverständlich ist. Durch die verschiedenen Interviews und Aussagen wird man nur noch mehr verwirrt und weiß nicht so richtig, was man glauben soll.

Schaut man sich die Kommentare von Microsofts Phil Harrison von vor wenigen Tagen an und vergleicht diese nun mit dem Bericht von Polygon, entdeckt man völlig widersprüchliche Aussagen. Harrison zufolge werde dem Spiel ein Code beigelegt, der einmalig eingelöst werden kann.

Will der Kumpel (oder eben auch der Gebrauchtkäufer) das Spiel mit seinem Account auf seiner Xbox One spielen, könne er es zwar dort installieren, jedoch müsse er erst das Recht erwerben (Gebühr), das Spiel spielen zu dürfen.

Auf die Frage, ob die Gebühr so hoch wie bei einem Vollpreistitel ausfallen wird, antwortete Harrison: "Nehmen wir an, es ist ein neues Spiel, dann ja, es wird der gleiche Preis sein."

An anderer Stelle sagte Harrison: "Man kann [die Disc] seinem Freund geben, der es ebenfalls auf seiner Xbox One installieren kann. Hier gibt es keine Einschränkungen, abgesehen davon, dass er dafür natürlich zahlen muss."

Klarheit will Microsoft erst auf der E3 in wenigen Wochen schaffen. Es ist durchaus anzunehmen, dass Microsoft intern über Änderungen spricht, kommt das System in seiner jetzigen "bekannten Form" schließlich nicht gerade gut bei den Spielern und den Händlern an.

Erst gestern äußerte sich Microsofts Larry Hryb zu dem Thema: "Die Möglichkeit, Spiele zu handeln und wieder zu verkaufen, ist Spielern und Xbox wichtig. Die Xbox One ist konzipiert, den Handel und Wiederverkauf von Spielen zu unterstützen. Berichte über unsere Richtlinien sind nicht richtig und unvollständig. Wir werden sehr bald weitere Informationen veröffentlichen."