Update: Offenbar will Microsoft es den Indie-Entwicklern künftig ebenso auf der Xbox 360 erlauben, ihre eigenen Spiele selbst vertreiben zu können. Die Info kommt von den FarSight Studios, die bestens für The Pinball Arcade bekannt sein dürften.

Microsoft selbst wollte das Ganze bislang nicht bestätigen und wies darauf hin, dass man noch keine Änderungen für die Xbox 360 angekündigt habe. Laut den FarSight Studios will Microsoft das neue System für XBLA im August einführen.

Ursprüngliche Meldung 25.07.2013: Microsoft wird die Richtlinien für Indie-Entwickler lockern und ihnen erlauben, ihre Spiele auf der Xbox One selbst vertreiben zu können. Das bestätigte Microsofts Marc Whitten nun offiziell, nachdem in der letzten Zeit Gerüchte dazu die Runde machten.

Xbox One - Gerücht: Microsoft erlaubt Indie-Entwicklern auch auf Xbox 360 Selbstvertrieb *Update*

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Microsoft will es den Indie-Entwicklern künftig leichter machen.
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Das bedeutet also, dass die Indie-Studios künftig keine Publisher mehr benötigen. Publisher konnte bislang zudem nur das Unternehmen werden, das bereits mindestens drei Retail-Spiele für die Xbox 360 herausgebracht hat, was für Indie-Entwickler ein Ding des Unmöglichen war.

Zudem soll jede Konsole zur Entwicklung genutzt werden können (kein Dev-Kit nötig), aber auch auf Features wie Kinect, Cloud, Achievements, Xbox Live, und Co. kann zugegriffen werden. Und um die Indies nicht mehr in eine "Schublade" zu stecken, werden alle Spiele in einer einzigen Kategorie untergebracht. Es wird also nicht mehr zwischen Games on Demand, Indie-Spielen usw. unterschieden.

Das neue System soll aber noch nicht zum Verkaufsstart komplett zur Verfügung stehen, sondern erst im Laufe des ersten Jahres der Konsole. Genaue Details will Microsoft auf der im nächsten Monat stattfindenden gamescom bekannt geben.

Kurz vor der offiziellen Ankündigung tauchte ein Bericht bei der Game Informer auf, der einige zusätzliche Infos enthält. So können die Indie-Entwickler Preise und Veröffentlichungstermine ihrer Spiele selbst bestimmen, was bei XBLA so nämlich bislang gar nicht möglich für kleinere Studios war.

Vergleichbar sei dieses neue Modell etwa mit iTunes, so dass Microsoft die Abnahme von Spielen und Updates innerhalb von 14 Tagen abwickeln möchte. Dabei soll aber nicht mehr tiefgründig geprüft werden, sondern eher in dem Rahmen, ob Richtlinien und Vorgaben eingehalten wurden. Und Zertifizierungsgebühren fallen außerdem weg, so dass die Entwickler nicht mehr tief in die Tasche greifen müssen (bis zu 10.000 Dollar), um überhaupt ein Patch veröffentlichen zu können.