Microsoft war bei der Durchsetzung seiner Nutzungsbedingungen für das Xbox Live Netzwerk etwas übereifrig. So wurden Spieler aus „Fort Gay“ in den USA gebannt. Microsoft entschuldigt nun dafür.

Xbox Live - Spieler aus Fort Gay vorübergehend gebannt

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Microsoft und Homosexuellee - ein etwas angespanntes Verhältnis
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Der Plattformhersteller erachtete den Wohnort, den Josh Moore angegeben hat, als offensiven Sprachgebrauch – und beschloss, dass er damit gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hätte. Die Begründung: Der Name der Ortschaft beinhaltete das Wort „Gay“ (schwul).

Dabei ist der Name der Stadt, die sich in West Virginia USA befindet, echt. Der unglückselige Einwohner wurde nichtsdestotrotz dennoch gebannt.

Auch als Moor sich mehrfach an den Xbox-Support wandte um zu erklären, dass er durchaus einen Grund hat, warum er „Gay“ in seinem Profil benutzt – die Firma erkannte ihn nicht an. Microsoft supendierte ihn von vom Onlinedienst, bis er sie davon überzeugen konnte, dass der Wohnort „Fort Gay West Virgina“ kein Witz oder eine Verunglimpfung war. Tatsächlich leben in Fort Gay an die 800 Menschen.

„Zuerst dachte ich ‚Wow, da glaubt jemand ich lebe in der schwulsten Stadt in West Virginia oder so was in der Art.‘ Ich wurde wahnsinnig. Es kam mir so vor, als würden sie Schwule hassen“, erklärte Moore in einem Interview. „Ich bin nicht mal schwul und es kommt mir so vor als würden sie diskriminieren.“

Nun hat sich Stephen Toulouse zu Wort gemeldet, seines Zeichens Direktor für die Richtlinien und deren Durchsetzung auf Xbox Live. Er hat zugegeben, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt.

„Jemand nach die Phrase ‚fort gay WV‘ und glaubte, dass es sich dabei um jemanden handelte, der versuchte zu provozieren oder versuchte diesen Ausdruck in einer abschätzigen Art und Weise zu verwenden“, sagte Toulouse.

„Unglücklicherweise stimmte einer meiner Mitarbeiter dem zu. […] Als es mir vorgetragen wurde, haben wir die Suspendierung umgehend zurückgezogen.“
Er fügte hinzu: „In diesem sehr, sehr spezifischen Fall wurde ein Fehler gemacht und wir werden ihn wieder richtig stellen.“

Wie auch immer, der Vorfall ist nicht der erste, bei dem Microsoft wie zu heiß gebadet reagierte, nur weil der Begriff „gay“ in einem Xbox Live Profil auftauchte.

Die Firma erlaubte im März ein Update des Xbox Live Verhaltenscodex, um Ausdrücke wie „schwul“, „lesbisch“ oder „transsexuell“ in bestimmten 360 Profilen zuzulassen – solange sie nicht angreifend benutzt würden.