Die Entwickler des Xbox-Live-Arcade-Hits Braid haben behauptet, dass die meisten Xbox Live Spiele von unabhängigen Entwicklern nicht all zu gut sind. Sony wäre in seinem PlayStation Network weniger konservativ als Microsoft, wenn neue Titel für den Onlinemarktplatz bereitgestellt werden sollen.

Xbox Live - Nicht so risikofreudig wie das Sonys PlayStation Network

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Braid war ein Erfolg auf der Xbox 360 und auf der PlayStation 3. Sony soll allerdings wneiger konservativ sein, was die Veröffentlichung von kunstvollen Spielen angeht.
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Jonathan Blow war mit Braid, das im August 2009 für Xbox Live Arcade erschien nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern bekam auch haufenweise positive Kritiken. Im Dezember 2009 war es dann auch im PlayStation Network verfügbar.

Gegenüber dem Edge-Magazin behauptete Blow, dass es für unabhängige Entwickler viel einfacher wäre, ihre Spiele auf dem Xbox-Live-Marktplatz zu veröffentlichen. Sony scheint sich allerdings als „risikofreudiger“ herauszustellen, wenn es darum geht, „kunstvolle“ Titel zu veröffentlichen.

„Microsoft bietet die niedrigere Grenze für den Einstieg mit den Xbox Live Indie Games, aber die meisten von ihnen sind nicht sehr gut - ich denke nicht, dass das eine Aussage ist, über die man streiten müsste“, sagte Blow.

Sony wäre viel experimentierfreudiger, was die Veröffentlichung von Indie Games angeht. So könnten Spiele dort viel kunstvoller sein.

„Ich meine, sie haben ‚Linger In Shadows‘ veröffentlicht. Microsoft hätte das niemals getan, denn es ist ja nicht mal ein richtiges Spiel. Xbox Live Arcade ist viel konservativer als das PlayStation Network, aber es hat immer noch das größere Publikum, sodass es kommerziell brauchbarer ist, solang man dafür sorgen kann, dass ein Spiel Aufmerksamkeit bekommt. Das wird mit der Zeit immer schwerer, aber es ist noch möglich.“

Man sollte allerdings dazusagen, dass das erwähnte „Linger In Shadows“ eine von Sony in Auftrag gegebene Grafik-Demo für die PlayStation 3 war. Es handelt sich also nicht um eine Entwicklung, die erst eine Veröffentlichung beantragen musste, wie andere Indie-Entwickler für Spiele.

Auf Xbox Live Arcade Spiele zu veröffentlichen sei allerdings auch aus anderen Gründen ein hartes Brot:

„[...]Es ist Teil einer bürokratischen Maschinerie, die wiederum Teil einer größeren bürokratischen Maschinerie ist und so weiter - was könnten sie sonst noch machen?“

Blows nächster Titel „The Witness“ soll nächstes Jahr für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen. Er hat allerdings noch keine Geschäftspläne für das Spiel unterzeichnet, da er nicht weiß, wie das geschäftliche Klima nach dem Release sein wird.