Ein Jugendlicher aus Maryland wurde festgenommen, weil er über Xbox Live Schüler der Berkeley Heights Highscool mit einem Amoklauf bedroht hatte. Microsofts Überwachung der Kommunikationskanäle der Xbox 360 scheint lückenlos zu funktionieren.

Xbox Live - Jugendlicher verbreitet gefälschte Amoklaufdrohung über Xbox Live

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Xbox Live wird gut überwacht. Das musste ein Jugendlicher aus Maryland am eigenen Leib erfahren.
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Der Jugendliche hatte Zugriff auf die Zugangsdaten eines Schülers der Berkeley Heights Highschool erlangt und sich für diesen ausgegeben. Dies gelang ihm, indem er eine Transaktion, die in Zusammenhang mit dem Spiel Madden NFL steht und über eine Drittanbieterseite erfolgte, zurückverfolgte. Die Internetseite, über die die Transaktion abgewickelt wurde, steht in keinem Zusammenhang mit Microsoft oder der Entwickler von NFL.

Der Untersuchungsbeamte Theodore J. Romankow nahm Stellung zu den Vorgängen:

„Nachdem er den Benutzernamen und das Passwort des Schülers erlangt hatte, sendete er eine Nachricht an fast 100 Leute, inklusive Schülern der Berkeley Heights High School, in der er vorgab, der Nutzer zu sein, dessen Zugangsdaten er erbeutet hatte.“

In der Nachricht schrieb der Jugendliche, dass er am nächsten Tag eine Waffe mit zur Schule bringen und auf seine Mitstudenten schießen würde. Die Nachricht wurde am 25. Januar um 22:48 Uhr abgeschickt. Wenige Stunden später verständigten verschiedene, beunruhigte Eltern daraufhin die Polizei in Berkeley. Nachdem dort umgehend eine Untersuchung eingeleitet wurde, ersuchte die Polizei um zusätzliche Hilfe von der High-Tech-Abteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft. So wurde es möglich, den Benutzernamen des Schülers in Erfahrung zu bringen und zu einem Erstsemester-Studenten in der Stadt zurück zu verfolgen.

Der Student erklärte, dass er die Nachricht nicht gesendet hätte und als die Logs von Microsoft eingingen, stellte sich heraus, dass die Nachricht von einem Ort in Maryland verschickt worden war. Darauf hin machten sich Mitglieder der High-Tech-Abteilung und der Polizei in Berkeley auf den Weg nach Maryland, wo sie in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden den beschuldigten Jugendlichen festnahmen. Die Ermittlungen ergaben, dass der in Frage kommende Jugendliche wenige Stunden vor der Droh-Mail eine Online-Transaktion mit dem Studenten aus New Jersey durchgeführt hatte.

Die Schüler in Berkeley Heights seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, es handelte sich vielmehr um einen Streich. Nun warnt die Staatsanwaltschaft vor drohenden Online-Gefahren: Kinder und Jugendliche können auf verschiedene Arten und Weisen online miteinander kommunizieren. Der zunächst beschuldigte Jugendliche wollte nur ein Spiel spielen und wurde in kriminelle Machenschaften verwickelt.

Das Beispiel zeigt aber auch, wie gut und lückenlos Microsofts Überwachung der Kommunikationskanäle auf der Xbox 360 funktioniert. Man sollte vielleicht überlegen, wie viel Privates man mit seinen „Freunden“ online bespricht, während man zockt.